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Die Dai
Das Neujahrsfest der Dai-Nationalität ist das weltbekannte Songkran-Fest.
Die Dai-Nationalität (chinesisch: 傣族) hat eine lange Geschichte, spricht eine eigene Sprache und besitzt noch heute ein eingenständiges Schriftsystem. Die Sprachen der Dai gehören zu den Kam-Tai-Sprachen (so wie u. a. Thai).
Die Dai sind ca. 1,15 Millionen Menschen. Sie leben hauptsächlich im Westen der chinesischen Provinz Yunnan (chinesisch: 雲南), am westlichen Ende der Yunnan-Cuizhou-Hochebene (chinesisch: 云贵高原), umgeben von dem Gaoligong-Berg (chinesisch: 高黎贡山), Nu-Berg und Ailao-Berg (chinesisch: 哀牢山) und durchquert von dem Lancang-Fluß, NuFluß und Yuanjiang-Fluß. Große Siedlungen gibt es im Autonomen Bezirk Xishuangbanna (chinesisch: 西双版纳傣族自治州) der Dai, im Autonomen Bezirk Dehong der Dai und Jingpo (einem weiteren Volksstamm). Diese Regionen verfügen über genügend Gewässer und fruchtbare Erde. Man findet hier viele tropische und subtropische Pflanzen und Heilkräuter. Reis ist das traditionelle Getreide der Dai-Nationalität, so werden Xishuangbanna und Dehong auch als die Getreidekammern im Süden von Yunnan bezeichnet.
Viele Dai sind buddhistischen Glaubens. Anders jedoch als die Mahayana-Schule des tibetischen Buddhismus, die auf Erleuchtung von allen Lebewesen abstellt, ist der buddhistische Glaube der Dai-Menschen die Hinayana-Schule mit dem Ziel auf persönliche Erlösung.
Jeder Mann der Dai-Nationalität (chinesisch: 傣族) muß in seinem Leben zumindest einmal weg von seiner Familie als Mönch leben. Dies war in früherer Zeit sehr wichtig, da nur in den Klöster Bildung, Lesen und Schreiben vermittelt wurde. Männer konnten nur als Mönche eine gewisse Ausbildung und damit ein Recht auf Familiengründung erhalten. Konnte ein Dai-Mann dies nicht nachweisen, so galt er als benachteiligt. Einige Männer blieben das ganze Leben in den Klöstern, in denen sie lebenslang lernten und als Lebensmönch Positionen in der Klosterhierarchie besetzten.
Das Neujahrsfest der Dai-Nationalität ist das weltbekannte Songkran-Fest (auch Wasserschlacht-Fest genannt), das im April (Juni nach dem Dai-Mondkalender) stattfindet. Der Ursprung dieses Festes wird so überliefert: Sieben Frauen, die von einem Monster festgenommen worden waren, war es zwar gelungen, das Monster zu töten, sie wurden aber von dem bösen Feuer aus dem Monster angesteckt; Viele Menschen kamen ihnen zur Hilfe und löschten das Feuer mit Wasser.
Heute ist es Brauch, dass sich die Dai an einem Neujahrstag gegenseitig mit Wasser beschütten, um damit Schmutz und Unglück wegzuwaschen und um einander Gesundheit zu wünschen. Als religiöses Fest dauert das Songkran-Fest normalerweise drei bis sieben Tage. Der erste Tag ähnelt Silvester nach dem Mondkalender; am zweiten Tag ruht man sich zuhause aus oder geht in den Bergen zur Jagd. Der dritte Tag ist der Neujahrstag und aus der Sicht der Dai-Menschen der schönste und seligste Tag. Am Morgen dieses Tages gehen alle Dai festlich bekleidet und mit Behältern voll frischen Wassers in die Klöster zur Waschung von Buddhafiguren. Anschließend beschütten sie sich miteinander um sich Glück zu wünschen. Bei äteren Menschen ist das ganze gesittet, indem Mädchen mit dünnen Zweigen etwas Wasser auf Ältere und Gäste schütteln. Der Höhepunkt ist aber, wenn sich die Jugendlichen mit großen Wassermenge richtig bewerfen.
Sehr berühmt für die Kultur der Dai ist auch das Schlaginstrument "Guang", eine Elefantenfußtrommel (chinesisch: 象脚鼓). In jedem Dorf gibt es mehrere Sätze von diesen Trommeln verschiedener Größen. Die Trommeln sind Hauptbegleitinstrumente für den Elefantenfußtanz. Die Schlagfläche ist aus Rinds- oder Schafleder gemacht und der Rumpf aus einem ausgehöhlten Stück Holz, meist von einem Mangobaum. Sie sind reich mit farbigen Motiven verziert. Geschlagen wird abwechselnd mit Faust, Handflächen, Fingern, Ellbogen und Fuß, was Kombinationen von verschiedenen Schlagstärken, Rhythmen und Tönen ermöglicht. Der Elefantenfußtrommeltanz der Dai in Luxi (chinesisch: 潞西市) in der chinesischen Provinz Yunnan steht auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Volksrepublik China.




























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