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Kirgisen
Die Zahl der in China lebenden Kirgisen wird mit 160.000 beziffert.
Die Kirgisen (chinesisch: 柯尔克孜族) leben hauptsächlich im südwestlichen Xinjiangs sowie in den kreisen Teks, Zhaosu und Emin im Norden von Xinjiang (chinesisch: 新疆) in Gebirgsgegenden der Pamir-Hochebene. Die üppigen Grassteppen entlang der Flüsse und der Gebirge bieten gutes Weideland für Viehzucht. Manche Becken im Flusstal eignen sich auch für Ackerbau. Generationen von Kirgisen lebten und leben auch heute von Viehzucht sowie Landwirtschaft.
Die Natur ist auch die Grundlage für die kirgisische, grandiose und wendungsreiche Heldenepik. Das Mana ist eine Enzyklopädie über die altertümliche Gesellschaft von Kirgisen, einschließlich Geschichte, Geographie, Sitten, Religion, Wirtschaft, Familienkunde, Musik und Kunst, Sprache und Literatur. Die acht Teile des Manas handeln von acht Generationen der Volkshelden, die sich mit Ausdauer um die Vereinigung der kirgisischen Stämme, den Frieden und die Freundschaft mit anderen Völkern und die Wohlfahrt aller Nationalitäten angestrengt haben. Komplett strukturiert als ein Ganzes, handelt jeder Teil der Epik von einem eigenständigen Stück und kann gesondert gesungen werden. Jedoch sind die Figuren und Handlungen jeweiliger Teile miteinander eng verbunden, was die komplette Epik bildet. Die über 200.000 Verse der Epik waren nirgendwo schriftlich aufgezeichnet und wurden ausschließlich durch Generationen von kirgisischen Volkssängern überliefert. Die Epik, auch Chinas homerische Epen genannt und bereits in viele Sprachen wie Russisch, Englisch, Deutsch, Französisch usw übersetzt und gehören mit dem tibetischen Gesar-Epos und dem mongolischen Gsanger-Epos zu den drei Heldenepi Chinas.
Kirgisen sind auch bekannt für deren Handwerk, hauptsächlich Vorhänge, Graswebereien und Erzeugnisse aus Kamelhaut. Der Tuxituke ist eine Art herkömmlicher Wandvorhang, der sowohl Staub und Feuchtigkeit abwendet und die Wand schützt, als auch zur Verzierung im Zimmer dient. Meistens 1,2 Meter hoch und 3 Meter lang, hängt so ein Vorhand üblicherweise an der auffälligsten Stelle in der Jurte oder im Zimmer. Der Vorhang besteht aus dem Mittelstück aus violettem Baumwollsamt, dem Rahmen aus schwarzem Baumwollsamt und Troddeln an der Kreuzung zwischen dem Mittelstück und dem Rahmen. Auf drei Seiten des schwarzen Rahmens sind Motive gestickt, die genau strukturiert und vielfarbig, meistens Berggipfel, Wasserwellen, Wolken, Pflanzen, Zweige und Ranken usw schildern. Diese feinen Handwerkerzeugnisse werden von fleißigen und klugen kirgisischen Frauen hergestellt.
Kirgisen sind auch stolz auf Erzeugnisse aus Kamelhaut. Anhand Beschaffenheit verschiedene Teile der Kamelhaut machen Kirgisen Geschirre wie Eimer, Wasserkrug oder Schüssel. Z.B. der Kunak, der Ledereimer aus der Halshaut eines Kamels gemacht wird als Wasserbehälter verwendet.
Hergestellt werden solche Gegenstände wie folgt: Beim Schlachten eines Kamels versucht man das ganze Stück der Halshaut komplett zu behalten. Danach enthaart und entfettet man das Hautstück und näht sie mit groben Nähten zusammen. Dann wird Sand hinein gestopft zur Bildung der Eimerform. Das Ganze wird dann mit Rauch aus brennendem Rindkot gegerbt. Darauf wird der Boden aus Kamelleder hinzugefügt, mit feinen Fäden aus Rindsehnen oder Tierhaut genäht, zwei Ledergriffe angebracht, so ist ein Ledereimer aus Kamelhaut fertig, der normalerweise 5-6kg Wasser oder Milch aufnehmen kann.
Auch aus der Höckerhaut von Kamelen werden Lederkrüge gemacht als Wasserbehälter. Laut Überlieferung benutzten Kirgisen im Altertum solche Krüge zum Waschen auf einer Fernreise oder im Krieg, weil deren feste Beschaffenheit für Reiter gut geeignet ist.


























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