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Die Qiang
Die Qiang treiben vor allem Landwirtschaft, Obst- und Forstwirtschaft sowie Viehzucht.
Schon vor mehr als 3.000 Jahren lebten die Qiang (chinesisch: 羌族) im Nordwesten und dem zentralen Gebiet Chinas. Heute zählt sie eine Bevölkerung von 300.000 und siedelt hauptsächlich in dem Autonomen Kreis Maowen der Qiang des Autonomen Bezirk Ngawa der Tibeter und Qiang (chinesisch: 阿坝藏族羌族自治州) in der Provinz Sichuan (chinesisch: 四川).
Die Qiang (chinesisch: 羌族) treiben vor allem Landwirtschaft, Obst- und Forstwirtschaft sowie Viehzucht. Sie glauben an einen primitiven Fetischismus und beten eine milchweiße Steinsorte als göttlichen Träger an. Im Berg, im Ackerfeld, auf dem Hausdach, im Kloster, auf dem Türsturz, am Fenster, auf der Burg und im göttlichen Wald sind solche Steine zur Anbetung angelegt.
Laut Überlieferung wanderten die altertümlichen Qiang zum jetzigen Siedlungsgebiet an dem oberen Lauf des Minjiang-Flusses und wurden dabei von Fremden angegriffen. Auf göttliche Offenbarung hatten die Qiang-Anführer mit weißen Steinen und harten Holzstocken die fremden Feinde besiegt. Da die Qiang die Gottheiten würdigen wollten, aber nichts von der Gestalt der Gottheiten kannten, begannen sie, weiße Steine als göttliche Träger anzubeten. Die Weihe von Steinen war nicht so selten unter den primitiven Völkern in China, was die Anbetung von großen Gesteinen in vielen Gegenden Südchinas belegt.
Die Qiang sind bekannt für deren Fertigkeiten, mit Steinen Häuser und Dämme zu bauen. die Architektur der Qiang-Dörfer wurde von der sehr hügligen Topographie und dem Reichtum an Steinen in Qiang-Siedlungsgebieten beeinflusst. Die Dörfer und Häuser sind abwechslungsreich und stellen eine Art Steinburg dar.
Die Wohnhäuser der QiangNationalität sind meistens viereckige, dreistöckige (jedes Stockwerk 3m hoch) Bauten aus Steinplatten. Unter der Dachebene ragen Stein- oder Holzdachkanten hinaus, die mit Baum- oder Bambuszweigen, Lößerde und Hohnkots etwa 40 cm bedeckt und mit Rillen zur Wasserableitung versehen, das Haus gegen Niederschläge schützen und angenehme Temperaturen im Haus gewährleisten. Auf der Dachebene kann man dreschen, Getreide trocknen lassen, können Frauen ruhig nähen oder Kinder und Greise sich erholen. Manche Häuser sind auch durch Überleitungen miteinander verbunden.
Aufsehenerregend sind natürlich die Burgtürme der Qiang-Nationalität, Viereckig oder sternförmig, ragen diese "Wolkenkratzer" aus unverarbeiteten Steinen in den Himmel. Als Wachposten und Verteidigungseinrichtung wurden sie gebaut, um externe Angriffe oder interne Fehden abzuwenden. Untersuchungen zeigen, dass die Burgtürme zwischen 500 und 1.200 Jahren alt sind. Auch wenn die meisten Burgtürme die originellen Geschützebenen schon verloren haben, ist der Verteidigungszweck, typisch im Qiang-Dorf, unverkennbar. Alte Burgtürme gehören entweder einzelnen Familien oder einem ganzen Dorf.
Eine Familienburg, etwa 10 m-20 m hoch, ist dem Familienhaus angeschlossen. Eine Dorfburg kann bis zu 50m-60m hoch sein und soll das ganze Dorf schützen. Ein Qiang-Dorf liegt oft auf dem Berg oder Berghang. Um den Burgturm, der an der günstigsten Stelle mit guter Aussicht steht, liegen mehrere Kreise von Wohnhäusern, die in Abstimmung mit der Topographie des Berghanges ein abwechslungsreiches Bild der Harmonie zwischen Mensch und Natur darstellen. Unterstützt von dem Berg und gegenüber dem breiten Flußtal, bildet der Burgturm das Zentrum des Dorfes. Verwittert und gegerbt vom Verlauf der Geschichte, stehen die Burgtürme immer noch stolz da und wirken beeindruckend auf die Nachwelt.
Über Seilbrücken und Zhandao (an eine Felswand gebauter Holzsteg) verkehren die Qiang-Menschen mit der Außenwelt. Die Pianqiao (abseitige Brücken), hängen meistens an Klippen, gestützt auf Balken, die in den Löcher in den Gesteinen stecken. Die Pianqiao ermöglichen Verkehr über eigentlich unwegsame Routen und haben eine wichtige militärische Rolle gespielt.
Heute schlängelt noch ein komplett erhaltener Holzsteg an dem nördlichen Ufer des Zagunao-Flusses im Kreise Wenchuan der Provinz Sichuan. Angeblich unter Anführung von General Jiangwei der Shuhan-Reiches (221263) gebaut und in der Qing-Dynastie (1644-1911) mehrmals repariert und erweitert, war er im Altertum ein wichtiger Verkehrsweg am oberen Lauf des Flusses.
Eine andere mutige Überleiferung der Qiang ist, per Seilbahn Flußströmungen zu überwinden. Die Seilbrücke ist eine Weiterentwicklung der Seilbahn. Vor 1.500 Jahren konnten Qiang schon Seilbrücken bauen. Zwischen starken Stein- oder Baumpfeilem wurden Bambusseile geschlagen, auf denen Holzplatten angelegt wurden. Ein paar weitere dicke Bambusseile auf beiden Seiten der Brücke dienen als Festigung und Handlauf. Die Weizhou-Seilbrücke, die die Kreuzung des Minjiang-Flusses und des Zagunao-Flusses überspannt, wurde angeblich in der Tang-Dynastie gebaut. 100m lang, l,5m breit, schwebt diese Brücke stolz über dem Fluß. Pianqiao und Seilbrücken sind Symbole der Geschichte und Kultur der Qiang-Nationalität.



























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