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Tibeter
Tsampa aus Tibet-Gersten und Butter sind Hauptnahrungsmitteln für Tibeter.
Mit einer Bevölkerung von 5,41 Millionen Menschen leben die Tibeter (chinesisch: 藏族) hauptsächlich im Autonomen Gebiet Tibet (chinesisch: 西藏) sowie in einigen Gegenden der Provinzen Qinghai (chinesisch: 青海), Gansu (chinesisch: 甘肃), Sichuan (chinesisch: 四川)und Yunnan (chinesisch: 云南). Auf der QinghaiTibet-Hochebene (chinesisch: 青藏高原), das Dach der Welt genannt, betreiben Tibeter vorwiegend Viehzucht von Schafen, Ziegen und Yaks und Ackerbau von Tibet-Gerste, Weizen, Raps und Bohnen.
Tsampa aus Tibet-Gersten und Butter sind Hauptnahrungsmitteln für Tibeter.
Die Tibeter sind warme, offene, direkte und ungehemmte Leute. Im Alltag tanzen und singen sie gerne, da deren Jurten gleich den freien Himmel berühren. Mit schwebenden und profunden Melodien berauschen tibetische Volkslieder. Auch getanzt wird beim Singen mit schönen Bewegungen und schnellem Tempo. Stepptanz, Guozhuang- Tanz und Xuanzi- Tanz sind die beliebtesten Tänze der Tibeter.
Der tibetische Buddhismus ist die wichtigste Tradition im Tibet. Um das siebte Jahrhundert kam der Buddhismus aus Indien nach Tibet. Im Lauf der nachfolgenden 1300 Jahren entwickelte sich die tibetischen Variante des Buddhismus. Vom dreizehnten Jahrhundert bis zum Mittel des sechzehnten Jahrhunderts war die Goldzeit des tibetischen Buddhismus, wo Veranstaltungen stattfanden und viele Klöster in ganz Tibet entstanden. Bekannte Klöster sind Gandain, Drepung, Sera, Taschilhunpo und der PotalaPalast. Unter dem tibetischen Buddhismus bestehen viele Schultraditionen, die vier einflußreichsten sind die Nyingma-Schule, die Kagyü-Schule, die Sakya-Schule und die Gelug-Schule. Die Gelug-Schule, volkstümlich "die Gelbe Schule" genannt, ist die mächtigste Schule. In der Gelug-Schule werden die zwei Oberhäupter, Dalai Lama und Panehen Lama, durch Reinkarnationsverfahren auserkoren.
Die Tibeter sind warme, offene, direkte und ungehemmte Leute
Tibeter sind feste und fromme Gläubige. Auf den Straßen der QinghaiTibet-Hochebene sind öfters Wallfahrer zu sehen, die alle drei Schritte einen Vollkörper-Kotau tätigen und so nach Lhasa pilgern, auch wenn es Jahre dauert. Tibeter tragen auf Steinplatten eingravierte buddhistische Schriften und Abbildungen an der Brust als Quelle der Kraft aus religiösem Glauben.
Als lebendiges Fossil der tibetischen Kultur gehört die tibetische Oper. Sie ist eine der ältesten Opertraditionen in China und ist weit verbreitet in Tibet. Öfters kommt es vor, daß ein lokales Oper-Ensemble einfach ein großes Zelt oder eine Leinwand aufschlägt und Operstücke vorführt. Die Darsteller tragen schlichte Schminke und Masken, die das Gute oder Böse des Charakters aufzeigen. Es wird in einer Oper sehr wenig gesprochen. Die Darsteller konzentrieren sich auf Singen, unterstützt durch Begleitsänger hinter den Kulissen und einen Erzähler, der unter Begleitung von Bambusklappern die Handlungen erklärt. Es wird auch unter Begleitmusik getanzt.
Da es auf einem Platz im Freien aufgeführt wird singen die Schauspieler mit ganz hoher Stimme und vielen ausgedehnten Melodien. Die tibetische Oper hat ein großes Repertoire von Stücken, die aus Legenden. Geschichten, buddhistischen Schriften und Folklore entwickelt sind. Heutzutage werden solche Stücke auch auf der Bühne vorgeführt, die mit deren schlichtem Stil Zuschauer aus aller Welt interessieren.
Ganz eigenartig ist auch die tibetische Kleidung mit breiter Taille, langen Ärmeln und großen Vorderteilen. Diese Bekleidungsart kann zurück bis in die Zeit vor dem sechsten Jahrhundert beobachtet werden.Frauenbekleidung kann bis zu über einhundert Varianten haben. Männer im Weideland tragen lange Wollroben mit langen Ärmeln, rundem Kragen und Gürtel; Frauen in Ackervierteln und Städten tragen im Winter und Frühling lange Roben mit langen Ärmeln, im Sommer und Herbst Roben ohne Ärmel über vielfarbige Hemden und Wollschürzen. Hirten, sei es Mann oder Frau, tragen offene Schaflederroben. Auf dem Weideland weben Frauen ihre Haare zu vielen Zöpfen und lassen sie gebunden am Rücken hängen. Die Zöpfe sind auch mit Korallen, Muscheln und Silbermünzen geschmückt. Mönche und Nonnen tragen Kutten.
Jede Feierlichkeit im Tibet ist eine großartige "ModenSchau" mit vielfarbiger Kleidungsart und Schmuck. Tibetische Frauen strahlen Schönheit und Eleganz aus und tragen wertvollem Schmuck wie Korallen, Achat, Gold und Silber auf dem Kopf, am Hals, an der Hand oder Taille. An Bekleidung und Schmuck läßt sich an dem Wohlstand der Person erkennen.

























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