China Reisen » China Wissen > Kultur > Chinesische Feste > Drachenfest
Das Frühlingsdrachenfest Chunlongjie
Die Vorstellung von drachenartigen Lebewesen entstand in China bereits sehr früh.
"Am 2. Tag des zweiten Monats hebt der Drache sein Haupt", so heißt es im Bauernkalender, dieser Tag wird auch Frühlingsdrachen-Fest (chinesisch: 春龙节) genannt. Dieser Tag fällt gerade in die Zeit der Jingzhe-Periode (Erwachen der Insekten). Es heißt, dass der Drache, der den ganzen Winter über geschlafen habe, an diesem Tag aufwache, zu brüllen anfange und seinen Schwanz hin- und herwerfe. Infolgedessen sei der Himmel voller Donner.
Wie sieht ein Drache (chinesisch: 龙 ) aus? Niemand hat je einen gesehen, und nach archäologischen Erkenntnissen hat es solche Lebewesen auf der Erde nie gegeben. Aber in den Sagen und Legenden des Volkes gibt es anschauliche Schilderungen dieser mythischen Lebewesen: Der Drache hat den Körper einer Schlange, ein Rehgeweih, Krallen eines Greifvogels und das Antlitz eines Pferdes, sein Körper leuchtet wie Gold, wie flatternde Bänder im Wind bewegen sich seine Barteln. Die Vorstellung von drachenartigen Lebewesen entstand bereits sehr früh, gegen Ende der Epoche der Urgesellschaft. Jede Sippe hatte in jener Zeit ihr eigenes Totem, d. h. man nahm das Bild eines Tieres wie Rind, Pferd, Tiger, Hirsch oder Schlange als Zeichen der eigenen Gruppe. Das Totem der Sippe der Xia war die Schlange, das der Shang ein Vogel. Da sich zwischen den einzelnen Sippen sowohl Verbindungen wie auch kriegerische Zusammenstöße ergaben, waren auch ihre Totems einer unaufhörlichen Veränderung unterworfen. Die Sippe der "Schlange" verschmolz mit der des "Falken", dem Totembild der Schlange wurden Krallen hinzugefügt; später kam die Sippe des "Hirsches" dazu, das Totem wurde um ein Hirschgeweih ergänzt. So konnte nach langer Entwicklung so merkwürdiges Wesen wie ein "Drache" entstehen.
Die chinesischen Drachen sind ganz anders als die in Europa. Sie verkörpern normalerweise Güte und Gerechtigkeit und werden als Götter verehrt. Das Bild des Drachen war in jahrtausendelanger Entwicklung einigen Veränderungen unterworfen. Nach den Überlieferungen aber gab es im wesentlichen zwei Formen: den durch die Lüfte schwebenden Drachen des Himmels und den verborgen in der Tiefe lebenden Erddrachen. Die frühste Erwähnung des Drachen des Himmels findet sich in dem Buch Fengshan Shu (chinesisch: 封禪書), Opferung für Himmel und Erde. Danach soll vor über 4000 Jahren der Gelbe Kaiser am Fuße des Jingshan-Berges (chinesisch: 京山), Provinz Henan (chinesisch: 河南), einen großen Kessel gegossen haben, der dann auf dem Rücken eines Drachens zum Himmel gebracht worden sei. Später wurden in den verschiedenen Dynastien, bis zur Tang- und Song-Zeit, Tempel des Drachengottes errichtet. Man flehte in ihnen um günstigen Wind und Regen, eine Sitte, die unverändert erhalten ist. Der Erddrache sollte den Herrscher Yu symbolisieren, der in grauer Vorzeit die Hochwasser gebändigt hatte und deshalb im Volk große Verehrung genoss. Man stellte ihn sich als Sohn des Drachen vor. Von da an wurde der Drache zum Symbol des Herrschers, und die Herrscher bezeichneten sich selbst als "Wahrer Drache" und "Sohn des Himmels". Selbst auf der Flagge der Qing-Dynastie, der letzten Dynastie, war das Bild eines Drachen zu sehen, es galt als Symbol höchster Autorität.
Hintergrundinformationen zum Frühlingsdrachenfest Chunlongjie
- Drachenfest Sitten
Bräuche am Frühlingsdrachen-Fest Die Sitten und Gebräuche am Frühlingsdrachen-Fest Chunlongjie sind in den einzelnen Teilen des Landes sehr unterschiedlich. In der Provinz Shaanxi (chin. 陕西) z...
Linktipps zum Thema Reisen
Ferienwohnungen Kroatien
Ferienhaus Dänemark
Ferienwohnungen


























Mit unserer interaktiven 
