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Gansu
Gansu gehört mit einer Länge von 1000 km und einer Gesamtfläche von 390.000 Quadratkilometer zu den größten Provinzen Chinas.
Gansu (chinesisch: 甘肃) befindet sich zwischen dem Qinghai-Tibet-Plateau, dem Mongolei-Plateau und den Lößplateaus; diese Lössgebiete gehören zu den Ursprungsregionen der chinesischen Zivilisation. Ein Großteil der Provinz liegt ca. 1000 m über dem Meeresspiegel.Der nordwestliche Teil Gansus ist von Trockengebieten und Oasen geprägt (hier befindet sich der Beginn der Seidenstraße), während sich im Osten die Wüsten Gobi und Alashan erstrecken.
Der Westen wird durch das 5.500 m hohe Qilian-Gebirge (china. 祁连山) dominiert, etwa zwei Drittel der Provinz Gansu besteht aus Gebirge oder Hochebenen.
In Gansu herrscht gemäßigtes Monsunklima, das durch einen langen, kalten Winter und einen kurzen, warmen Sommer gekennzeichnet ist. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt zwischen 30 bis 860 mm und fällt vorwiegend im Sommer. Die durchschnittliche Temperatur im Januar beträgt zwischen -14 und 3 °C, im Sommer werden durchschnittlich zwischen 11 und 27 °C gemessen.
Sehenswürdigkeiten in Gansu
- Mingsha Shan
Mingsha Shan und Mondsichelsee Die singenden Sanddünen bei Dunhuang in der Provinz Gansu sind auch durch den Mondsichelsee berühmt. In der Provinz Gansu (chin. 甘肅) etwa 5 km südlich der Stadt D... - Mogao Grotten
Mogao Grotten Neben den Wandmalereien und Farbstatuen gibt es in den Grotten noch zahlreiche religiöse Schriften und Dokumente. Diese bieten unschätzbare Daten für die Forschungen über alte chines... - Lanzhou
Lanzhou Lanzhou ist eine wichtige Stadt an der Seidenstrasse Früher wurde Lanzhou (chinesisch: 兰州) auch als Goldene Stadt genannt. Lanzhou liegt am Oberlauf des Gelben Flusses in der Provinz Gans... - Tianshui
Tianshui Tianshui liegt an der alten Route der nördlichen Seidenstraße am Wei-Fluss. Die denkmalgeschützten Maijishan-Grotten und der daoistische Jadequellen-Tempel liegen auf dem Gebiet von Tiansh... - Yardan Geopark
Yardan Geopark Der staatliche Geopark Yardan in der Provinz Gansu. Der staatliche Geopark Yardan (auch Yadan, chinesisch: 雅丹) gehört zur zweiten Gruppe der in China genehmigten Geoparks auf Staat... - Jiayuguan
Jiayuguan Der Jiayu-Pass ist der prachtvollste Pass auf der Welt. Der Jiayu-Pass wird als der prachtvollste Pass nicht nur auf der Chinesischen Mauer, sogar auch auf der Welt bezeichnet. Er war der we...
Informationen über die Provinz Gansu
Gansu hat eine Bevölkerung von ca. 25,6 Millionen (2002). Mit einer Bevölkerungsdichte von 65,7/qkm zählt Gansu zu den dünn besiedelten Provinzen Chinas. 92% der Einwohner sind Han-Chinesen, unter den 8 % nationaler Minderheiten sind die zahlenmäßig stärksten die Hui mit 5 %. Die restliche Bevölkerung besteht aus Tibetern, Dongxiang, Tu, Mandschuren,Mongolen, Kasachen, Mandschu und Salar. Fast die Hälfte der Fläche Gansus sind Minderheitengebiete (nationale Gebietsautonomien) mit zwei Autonomen Bezirken, sieben Autonomen Kreisen und 26 Nationalitäten-Gemeinden. In diesen Gebieten stellen die Minderheiten etwa 56 % der Bevölkerung.
Die Provinzhauptstadt Lanzhou (chinesisch: 兰州市) ist mit ihrer Einwohnerzahl von 3,1 Millionen die bei weitem größte in Gansu (alle anderen Städte der Provinz haben nur weniger als eine halbe Million Einwohner), für chinesische Verhältnisse jedoch eine Kleinstadt. Die von Lössbergen umgebene Hauptstadt Lanzhou wird von Hochhäusern dominiert und hat selbst nur wenig zu bieten - außer einem traurigen Rekord: Lanzhou zählt zu den 10 am meisten mit Luftverschmutzung belasteten Städten der Welt.
Für Reisende ist sie Ausgangspunkt für die Verkehrswege nach Qinghai, Tibet, Xinjiang und zu den attraktiven Reisezielen in Gansu selbst wie die alte Oasenstadt Dunhuang (chinesisch: 敦煌市) an der Seidenstraße, die Mogao-Grotten (chinesisch: 莫高镇), das Labrang-Kloster (chinesisch: 拉卜楞寺) und die Wüste Gobi.
Die Mogao-Grotten (chinesisch: 莫高镇), von denen heute noch 492 erhalten sind, wurden 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Mehr als 45 000 qm Wandmalereien und 2415 farbige Statuen, die das Leben, die Kunst und die Geschichte der verschiedenen Dynastien und die Welt des Buddhismus darstellen, ziehen jeden Besucher in ihren Bann.
Das 1709 erbaute Labrang-Kloster (chinesisch: 拉卜楞寺) im Kreis Xiahe (chinesisch: 夏河县) ist eines der wichtigsten tibetischen Klöster außerhalb des Autonomen Gebiets Tibet und zählt zu den sechs größten Klöstern der Gelugpa-Schule des tibetischen Buddhismus. In der Vergangenheit war das Kloster eine wichtige Drehscheibe im Handel zwischen Zentralchina, Tibet und der Seidenstraße.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der in der Wüste Gobi gelegene Jadetor-Paß (chinesisch: 玉门关), die damals einzige begehbare Stelle der nördlichen Route der Seidenstraße, die Europa mit China verband. Die heutigen Ruinen sind etwa 10 m hoch und 633 qm groß. Der Pass bildete in alter Zeit die nordwestliche Grenze des chinesischen Reiches; heute steht er mit den Signalfeuertürmen entlang der Großen Mauer unter Denkmalschutz.
Der Jiayu-Paß (chinesisch: 嘉峪关), auch unter dem Namen „Erster und Größter Pass unter dem Himmel“ (chinesisch: 天下第一雄关) bekannt, liegt an der engsten Strecke des Hexi-Korridors und war früher ein strategisch wichtiger Ort. Die Große Mauer findet hier ihren westlichen Ausgangspunkt. Der Jiayu-Paß diente lange als Verkehrsknotenpunkt der Seidenstraße, sein mächtiges Tor ist heute noch zu sehen.

























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