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Die Göttin Nüwa
Man schrieb der Göttin Nüwa die Erfindung der Mundorgel Sheng zu.
Unter den Göttern der chinesischen Nation befindet sich ein weibliches Wesen, genannt Nüwa. Sie ist in der chinesischen Mythologie die Schöpferin und Urmutter der Chinesen und wird vom Volk besonders verehrt. Bevor sie die Menschen schuf, formte sie aus Lehm zunächst Hühner, Hunde, Schafe, Schweine, Rinder und Pferde. Damit war sie sechs Tage lang beschäftigt. Am siebten Tag formte sie nach ihrem eigenen Bild Menschen. Damit die Menschen sich vermehren konnten, schuf sie Frauen und Männer und wurde die erste Ehevermittlerin. Sie wurde daher von den Chinesen früher auch als Göttin der Ehestiftung verehrt. Man opferte ihr in großen Zeremonien Schweine, Rinder und Schafe. Es war Brauch, dass junge Burschen und Mädchen im Februar jedes Jahres sich vor den Tempeln der Nüwa (chinesisch: 女娲) trafen, und kinderlose Eheleute gingen in die Nüwa-Tempel und beteten um Nachwuchs.
Als der Kosmos noch ungeordnet war, hatten Himmel und Erde ihre Plätze noch nicht eingenommen, die Himmelsrichtungen waren vertauscht, überall loderte Feuer, und zugleich hatte die Flut das Land überspült. Nüwa schmolz Gestein, um den Himmel zu flicken. Aus den vier Füßen der Schildkröte formte sie die vier Himmelsrichtungen, mit der Asche von Schilf dämmte sie die Fluten ein und um die Ordnung auf dem Land herzustellen, tötete sie den Schwarzen Drachen. Nüwa reparierte auch einen der Pfeiler, die den Himmel hielten, welcher bei einem Kampf der Götter zerbrochen war. Da die Reparatur nicht ganz gelang, ist eine der Himmelssäulen niedriger. Dies hat zur Folge, dass die chinesischen Flüsse vorwiegend nach Südosten fließen.
Man schrieb der Göttin Nüwa (chinesisch: 女娲) ferner die Erfindung der Mundorgel Sheng zu. Bis heute pflegen junge Männer vieler nationaler Minderheiten in Südchina, mit diesem Musikinstrument die Liebe für ihre Mädchen zum Ausdruck zu bringen.
Der Mythos über Nüwa (chinesisch: 女娲) ist in China weit verbreitet. Sehr bekannt ist die Geschichte, wie sie durch die Schließung einer Lücke des Himmels die Menschheit vor einer drohenden Katastrophe rettete. Die Göttin Nüwa (chinesisch: 女娲) wurde im alten China als die Beschützerin des Volkes verehrt.
Nach einer anderen Legende war Nüwa (chinesisch: 女娲) die jüngere Schwester der Gottheit Fuxi (chinesisch: 伏羲). Beide heirateten und zeugten die Menschen.
In Steinreliefs aus der Han-Dynastie sind Fuxi und Nüwa (chinesisch: 女娲) mit Menschenköpfen und Schlangenleibern dargestellt. Sie tragen Königskronen und ihre Schwänze schlängeln sich umeinander. Fuxi trägt mit beiden Händen die Sonne, in der ein goldener Vogel sitzt, und Nüwa (chinesisch: 女娲) den Mond mit einer Kröte.
Die Sage über die Entstehung der Menschheit durch die Heirat der Geschwister Fuxi (chinesisch: 伏羲) und Nüwa (chinesisch: 女娲) spiegelt übrigens die Ehe von Blutsverwandten im Frühstadium der Urgesellschaft wider.

























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