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Guangxi
Seit 1958 ist die Vielvölkerprovinz Guangxi ein Autonomes Gebiet und befindet sich im Süden des ausgedehnten Festlands von China.
Guangxi (chinesisch: 广西) befindet sich im Süden des ausgedehnten Festlands von China und im Südwestteil seiner Küstenzonen. Es steht mit einer Landfläche von 236.700 Quadratkilometern (2,5 Prozent des Territoriums) landesweit an 9. Stelle. Guangxi verfügt über geographische Vorteile an der Landesgrenze, den Küsten und entlang den Flüssen. Da es einen direkten Zugang zum Meer hat, ist seine geographische Lage von sehr wichtiger strategischer Bedeutung. Die angrenzenden Provinzen sind Guangdong (Kanton), Hunan, Guizhou und Yunnan, im Südwesten grenzt es an Vietnam.
Guangxi, am südöstlichen Rand des Yunnan-Guizhou-Plateaus gelegen, fällt von Nordwesten nach Südosten ab. Die Westgebiete sind mit einer durchschnittlichen Höhe von 1000-2000 m der höchstgelegenste Teil der Provinz. Hügel- und Bergland machen den größten Anteil Guangxis aus, die Provinz ist zu 41 % mit Wald bedeckt.
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Mehr über Guanxi
Guangxi liegt in einer subtropischen Region: regnerisch, warm und feucht. Der Juli ist der wärmste Monat, die durchschnittliche Temperatur beträgt dann 23 C bis 29 C, die kälteste Zeit ist im Januar mit einer durchschnittlichen Temperatur von 6 C bis 16 C, von April bis September fällt 80 % des Niederschlags. Guangxi ist klimatisch gesehen das ganze Jahr über als Reiseziel geeignet.
Seit 1958 ist die Vielvölkerprovinz Guangxi ein Autonomes Gebiet, der vollständige Name lautet „Autonomes Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität“. Als Autonomes Gebiet hat Guangxi eine gewisse Eigenständigkeit zur Wahrung der kulturellen Identität seiner Minderheiten - so muss nach chinesischer Verfassung der Regierungschef einer Minderheit angehören und wird anders als in den Provinzen als Präsident, nicht als Gouverneur, bezeichnet. Von den ca. 50 Millionen Einwohnern machen die Zhuang, deren historisches Siedlungsgebiet in Guangxi liegt, 32 Prozent aus. Die Han-Chinesen stellen 62 Prozent der Einwohner, insgesamt leben zwölf verschiedene Ethnien in der Provinz wie die Yao, Miao und Dong, um nur einige zu nennen. In geringerer Anzahl sind noch 25 weitere Minderheiten vertreten.
Die Hauptstadt der Provinz ist Nanning (chinesisch: 南宁市), weitere große Orte sind: Beihai(chinesisch: 北海市), Guilin (chinesisch: 桂林市), Liuzhou (chinesisch: 柳州市), Wuzhou (chinesisch: 梧州市) und Guigang (chinesisch: 港).
Archäologische Funde beweisen, dass Guangxi bereits vor 70 000 bis 130 000 Jahren besiedelt war. Im Jahre 214 v. Chr. wurde Guangxi mehr oder weniger erfolgreich (erst nachfolgenden Kaisern gelang dies wirklich) ins Territorium des chinesischen Kaiserreichs unter der Qin-Dynastie eingegliedert. Guangxi blieb jedoch trotz versuchter Modernisierungsmaßnahmen in den Augen der damaligen Zeit rückständig und diente für Kaiser mehrerer Dynastien als Strafkolonie für Gefangene und Dissidenten. Wohl nicht zuletzt deshalb - auch die unterworfenen Minderheiten erhoben sich immer wieder zu verlustreichen Aufständen - blieb Guangxi über lange Zeit eine rebellische Provinz.
Heute ist Guangxi noch einer der wirtschaftlich ärmeren Regionen Chinas, da die Landwirtschaft (hier steht der Zuckeranbau an erster Stelle) nach wie vor einen grossen Anteil am BIP stellt. Erst nach Gründung der Volksrepublik hat in Guangxi die Industrialisierung eingesetzt, die Energiewirtschaft mittels Wasserkraft ist dank der zahlreichen Flüsse wichtigster Zweig. Aufgrund seines Reichtums an Bodenschätzen liegt die Verhüttung von Metallen wie Aluminium und Kupfer an zweiter Stelle dieses Sektors. Aufgrund seiner Lage soll Guangxi zum Tor Chinas für den Handel mit den Boomregionen in Südostasien ausgebaut werden. Seit den 90er Jahren gewinnen die Einnahmen aus dem Tourismus zunehmend an Bedeutung. Die malerische Landschaft von Guilin (chinesisch: 桂林市) ist mittlerweile neben Peking, Shanghai und Xian Hauptreiseziel des nationalen und internationalen Tourismus.
Herrliche Landschaften, zahlreiche kulturelle und historische Orte, sowie die traditionellen Sitten und Bräuche der ganz unterschiedlichen Minderheiten Chinas machen den enormen Reiz von Guangxi aus. In China gibt es den Spruch: Die Landschaft in Guilin ist die schönste der Welt.
Das attraktivste Reisegebiet innerhalb Guangxis ist denn auch die bezaubernde und malerische Hügellandschaft von Guilin (chinesisch: 桂林市). Die Erosion formte im Laufe von Jahrmillionen die kegelförmigen Hügel und hinterliess neben den phantastisch anmutenden Gesteinsformationen auch zahlreiche Tropfsteinhöhlen. Bei einer Schiffahrt auf dem Li-Fluß (chinesisch: 漓江) kann man die Landschaft am besten geniessen. In der Stadt Guilin selbst gibt es neben Höhlen und Grotten u.a. auch den "Elefantenrüsselberg" (chinesisch: 象鼻山), den "Gipfel der Einzigartigen Schönheit" und den "Park der Sieben Sterne" (chinesisch: 七星公园) zu besichtigen.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Guangxi sind der Detian-Wasserfall (chinesisch: 德天瀑布) an der chinesisch-vietnamesischen Grenze, die Yongji-Brücke in Chengyang (chinesisch: 程阳永济桥) oder auch "Wind und Regen Brücke", ein architektonisch einmaliges Denkmal der Dong-Minderheit und die Stadt Baise (chinesisch: 百色市), eine der 12 "roten" bzw. kommunistischen Sightseeing-Orte Chinas, deren bunte kulturelle Vielfalt durch die zahlreichen hier ansässigen ethnischen Minderheiten entsteht.

























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