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Haikou
Haikou ist eine Stadt im Norden der Provinz Hainan (chinesisch: 海南省) in China und ist auch deren Hauptstadt.
Seit der Zeit der Südlichen Song-Dynastie, also seit etwa 900 Jahren, trägt Haikou (chinesisch: 海口) seinen Namen. Man nannte die damals kleine Ortschaft auf der tropischen Insel Haikou (chinesisch: 海口) - was soviel bedeutet, wie Mündung zum Meer, weil sie an der Mündung des Nandujiang, des größten Flusses der Insel, ins Meer liegt. Während der Ming-Dynastie, sprich im 15. Jahrhundert, errichtete man um Haikou (chinesisch: 海口) eine hohe Schutzmauer.
Als Provinzhauptstadt ist Haikou (chinesisch: 海口) heute das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Die Stadt mit ihren 400.000 Einwohnern ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Verkehr zwischen China und den südostasiatischen Staaten geworden.
In der Vergangenheit wurde diese Insel, das südlichste Ende des Reiches, dazu genutzt, die vom Kaiser Verbannten aufzunehmen. Wer beim Kaiser in Ungnade gefallen war, endete hier. Dies hat seine Spuren im Stadtbild Haikous hinterlassen. Im Ahnentempel Wugong-Ci werden beispielsweise fünf hohe Mandarine verehrt, die den Kaiser mit ihren ernsthaften Vorhaltungen so verärgerten, dass dieser sie nach Haikou (chinesisch: 海口) verbannte. Der Ahnentempel liegt in einem südlichen Vorort der Stadt Haikou. Er wurde im Jahre 1889 erbaut.
Das wichtigste Gebäude der Tempelanlage ist ein zweistöckiger Holzturm. Der neun Meter hohe Turm hat ein grünes Ziegeldach. Vom Turm aus kann man sich einen guten Überblick über die Gegend um den Tempel verschaffen. In der Tempelanlage befindet sich auch noch ein Baggersee mit einer kleinen Insel.
Rechts neben dem Hauptturm steht eine kleine Halle, hier wurden früher Reden gehalten. Links befindet sich eine Lehranstalt. Südlich des Hauptgebäudes stehen Stelen, auf denen Kalligraphie-Meisterwerke berühmter Künstler aufbewahrt werden.
Wie bereits erwähnt, spielt die Stadt Haikou (chinesisch: 海口) seit langem eine wichtige Rolle beim Austausch mit anderen südostasiatischen Ländern. Dies spiegelt sich auch in der Architektur von Haikou (chinesisch: 海口) wider. Denn der Einfluss der südostasiatischen Architektur ist überall in den Straßen von Haikou (chinesisch: 海口) sichtbar. Zu Fuß sind es nur 20 Minuten vom Ahnentempel ins Zentrum von Haikou. Die Einheimischen nennen die südostasiatisch inspirierte Architektur Qilou. Unter Qilou verstehen sie Gebäude mit Arkaden. Sie finden sich in einer Ladenstraße. Im Erdgeschoß ist normalerweise ein Geschäft untergebracht, davor verläuft der Bogengang. Hier können die Fußgänger gut geschützt vor der heißen tropischen Sonne entspannt bummeln. Im ersten Stock der Häuser befinden sich meist Wohnungen oder Büros.
Die Qilou-Gebäude wurden von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhundert gebaut. Das erste Qilou-Gebäude stammt aus dem Jahre 1849. In der Nähe dieses ersten Qilou-Gebäudes entstanden nach und nach mehr Gebäude in diesem Stil. Hier entwickelte sich langsam ein sehr belebtes Viertel mit zahlreichen Geschäften, Fabriken, Banken, Wohnhäusern und Kirchen. In der Shengsha-, Xinhua- und Boai-Straße finden sich heute die besterhaltenen Qilous.
Die Fassade der Qilous weist in der Regel drei verschiedene Ebenen von Verzierungen auf. Die Balkons sind beispielsweise mit sehr detaillierten Mustern versehen. Generell kann man sagen, dass der Fassadenschmuck von unten nach oben immer opulenter wird.
In Haikou (chinesisch: 海口) gibt es mehr als 60 Kulturdenkmäler. Fünf Straßen, an denen die besterhaltenen Qilous stehen, bilden den historischen Stadtkern. Hier finden sich die Zeugen der Entwicklung Haikous von einer kleinen Gemeinde zu einer wichtigen Küstenstadt. In einem Vorort Haikous kann man den Krater eines erloschenen Vulkans sehen. Am Fuße des Vulkans gibt es noch einige sehr gut erhaltene alte Dörfer.
Der Flug von Peking (chinesisch: 北京) nach Haikou (chinesisch: 海口) dauert etwa drei Stunden. Die Jahresdurchschnittstemperatur in Haikou (chinesisch: 海口) beträgt 24 Grad Celsius. Generell ist es in Haikou (chinesisch: 海口) immer angenehm warm, es herrscht ein subtropisches Klima. Winterliche Kälte kennt man dort nicht. Im August und September ist es in Haikou (chinesisch: 海口) sehr regnerisch. Die beste Reisezeit ist daher zwischen November und Mai. Der Osten der Insel wird oft von Taifunen heimgesucht. Wer in diese Region reisen will, sollte sich stets über die aktuellen Wetterdaten informieren. Hainan (chinesisch: 海南省) ist ein riesiger tropischer Obstgarten. Vergessen Sie nicht, all die köstlichen und preiswerten Früchte zu probieren. Außerdem wird auf der Insel sehr schmackhafter Kaffee angebaut.
























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