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Heiliger Baum
Als heiliger Baum von Ejina wird die älteste, größte und gleichzeitig dickste Pappel von China bezeichnet.
70 Jahre nachdem der schwedische Forschungsreisende Sven Hedin das Gebiet Ejina mit seinen zahlreichen Seen, Vögel und einem reichhaltiges Grasland fand, hat sich die Region in eine Wüste verwandelt, in der nur noch Pappeln wachsen. Die Oase von Ejina beherbergt die größte und älteste Pappel von ganz China. Sie ist 27,5 Meter hoch und ihr Stamm ist an der breitesten Stelle 6,5 Meter dick. Die vermutlich mehrere hunderte Jahre alte Pappel wird von den Einheimischen "heiliger Baum" genannt.
Durch die Pappelwälder in Ejina verlaufen mehrere kleinere Straßen, die den Wald in mehrere Einzelwälder aufteilt. Die einzelnen Waldstücke sind weitflächig umzäunt. In einem dieser Waldstücke steht der "heilige Baum der Oase von Ejina".
Als der heilige Baum der Oase wird die älteste, größte und gleichzeitig dickste Pappel innerhalb dem Territorium Chinas bezeichnet. Nach Angaben von Wissenschaftler beträgt das Alter des Baumes über 880 Jahre. Seinem Alter entsprechend ist diese Pappel 27 Meter hoch und so dick, dass es 6 Menschen benötigt, um die Pappel umarmen zu können.
Die Pappel hat ihren Namen jedoch nicht aufgrund ihres Alters, sondern aufgrund einer Volkslegende. Nach einer Überlieferung sind vor langer Zeit Menschen der "Tuerhute-Volksgruppe" nach Ejina gekommen. Ein Prinz der Tuerhute wollte eines Tages aus dem Holz der Pappel eine Tonne fertigen. Zu diesem Zweck hat ein einen Teil des Stammes abgeschlagen. Danach erkrankte seine Frau an einer unerklärlichen Krankheit. Alle Versuche sie zu heilen blieben ohne Erfolg. Genau zu dieser Zeit stieß ein Mönch zu der Gruppe. Er klärte die Menschen auf, dass es sich bei der Pappel um einen heiligen Baum handelt und sie diesen gefrevelt habe. Aus Sühne haben die Menschen sieben Tage für den Baum gebetet. Die Gebete wurden erhöht, denn nach den sieben Tagen war die Frau des Prinzen von der unerklärlichen und seltsamen Krankheit geheilt. Seit dieser Zeit glauben die Menschen fest daran, dass in der Pappel ein heiliger Geist wohnt. Noch heute kommen die Menschen zu dieser Pappel und umrunden diese zum Gebet im Uhrzeigersinn.
Heute droht der heiligen Pappel von Ejina nicht die Abholzung. Die Gefahr besteht vielmahr darin, dass durch eine Vernachlässigung des Umweltschutzes die Oasen von Ejina allmählich verdorren. Schon heute ist in der "kleinen Oase" in der der heilige Baum von Ejina steht, ein komplettes Rauchverbot. Zu hoch ist die Gefahr, dass durch eine unachtsam weggeworfene Zigarette, die alten Bäumen innerhalb kürzester Zeit abbrennen würden.
Das kleine Gebiet um den heiligen Baum von Ejina beherbergt noch eine Vielzahl anderer skurril aussehender Bäume. Zwischen den noch zum Teil im sattem Grün stehenden Pappeln finden sich auch zahlreiche alte Stämme, die im Laufe der Zeit durch die Sonne ausgetrocknet wurden und durch den vom Wind mitgeführten Sand zum Teil regelrecht abgeschliffen wurden.
























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