China Reisen » Reiseziele > Provinzen > Sichuan > Jiuzhaigou
Jiuzhaigou
Das Naturschutzgebiet Jiuzhaigou liegt im Nordwesten der Provinz Sichuan.
Die Besonderheit von Jiuzhaigou (chinesisch: 九寨沟) in der der Provinz Sichuan (chinesisch: 四川) liegt darin, dass es dort 108 „Grünseen" gibt (die Einheimischen nennen sie„Haizi"). Hier leben überwiegend Tibeter und Qiang. Jiuzhaigou ist ein 40 Kilometer langes Ypsilon-förmiges Tal. Es war einmal vor Tausenden von Jahren, dass Dage der Göttin Wonuosemu, seiner Geliebten, einen wertvollen Spiegel schenkte. Die Göttin war vielleicht zu froh darüber und zerbrach deshalb den Spiegel in 108 Bruchstücke, die dann farbige Seen geworden sind.
Das Landschaftsgebiet Jiuzhaigou befindet sich im autonomen Bezirk des tibetischen Volkes und des Tsiang-Volkes in Aba der Sichuan-Provinz. Es ist eigentlich ein über 50 km langes Tal. Es bekam seinen Namen aufgrund der 9 tibetischen Dörfer im Tal. Bekannt ist Jiuzhaigou vor allem wegen seiner einzigartigen Berglandschaft, bestehend aus einer Vielzahl von Seen und Wasserfällen. Wasser ist die Seele des Tals.
Das Wasser der Seen ist kristallklar. Auch im Changhai-See, dem größten See in den Tälern, kann man bis auf den Grund sehen. Zu verschiedenen Tageszeiten, im Wechsel des Sonnenlichts und aus unterschiedlichen Perspektiven zeigt das Wasser unterschiedliche Farben. Das Wasser ist grün, wenn man es aus der Nähe beobachtet. Aus größerer Entfernung sieht das Wasser blau aus. Und die grünen Berge spiegeln sich in der glatten Flache der Seeoberfläche wider.
Im Tal gibt es Seen, Wasserfälle, Schneeberge und Wälder. Die Landschaften und Pflanzen darin sind einzigartig und ursprünglich. Es bekam die Bezeichnung „Märchenwelt". Changhai, Jianyan, Nuorilang, Shuzheng, Zharu und Heihai, die 6 Hauptsehenswürdigkeiten sind weltweit bekannt wegen ihrer grünen Wäldern, den Seen, den hintereinander fließenden Wasserfällen, farbigen Bäume, Schneegebirgen und den tibetischen Sitten.
Viele Namen klingen zwar, als seien sie Schöpfungen der Tourismuswerbung. Aber es waren der buddhistische Mystizismus und gewiss auch die noch ältere, bis heute bedeutsame Bön-Religion, die all die Gewässer mit Geistern belebten oder deren mineralreiche Tiefen mit Seejungfrauen und Ungeheuern bevölkerten.
Die Seen in den Tälern sind ruhig. Aber es gibt in Jiuzhaigou (chinesisch: 九寨沟) auch 17 Wasserfälle. Und wenn das Wasser aus großer Höhe die mit alten Bäumen bedeckten Felsen herab stürzt, macht es tosenden Lärm. Der Wasserfall Nuorilang ist der ausgedehnteste Wasserfall Chinas. Die Wassermassen stürzen über eine Breite von mehr als 100 Metern die Felsen herab. Aus der Ferne sieht der Wasserfall wie ein riesiger Vorhang aus. Millionen kleiner Wassertropfen tanzen in der Luft und reflektieren die Sonnenstrahlen und lassen wunderschöne Regenbögen entstehen.
Das Landschaftsgebiet Shuzheng ist ungewöhnlich. In einer über 50 km langen Hauptschlucht liegen 108 einzigartige Seen, die durch Wasserfälle und Bäche verbunden sind. Am Ende der Schlucht ist der Wasserfall Nuorilang. Der Wasserfall Perlenfläche in der Rize-Schlucht ist am schönsten in Jiuzhaigou.
Die Schönheit des Landschaftsgebietes ist in den 70er Jahren des 20. Jahrhunders. entdeckt und 1992 wurde es von der UNESCO zum Weltnatur- und Kulturerbe erklärt. 1997 wurde es ins „Schutznetz der Menschen und der Biosphäre" der Welt aufgenommen. Es ist bisher das einzige Landschaftsgebiet in der Welt, das gleichzeitig beide Ehren erhalten hat.




























Mit unserer interaktiven 
