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Trommeln, Gongs und Löwentanz
Der Löwentanz kann als eine traditionelle Form sportlicher Betätigung des Volkes angesehen werden.
Trommel- und Gongwettbewerbe und Löwentanz (chinesisch: 舞狮) gehören zu den lebhaftesten und buntesten Aktivitäten des Frühlingsfests (chinesisch: 春节) , besonders in Dörfern des Südens. Von dem Moment an, in dem das Jahr zu Ende geht, bis zum 15. Tag des ersten Monats ist das Trommeln überall zu hören. Das Gong- und Trommelschlagen ist eine gemeinschaftliche kulturelle Aktivität. In jedem Dorf bildet sich eine Gruppe mit einer großen Trommel, zwei Metallbecken und mehreren Gongs. Der Klang der Trommel gibt den Rhythmus vor, Becken und Gongs richten sich nach ihr. Jeder schlägt mit voller Kraft seine Instrument, man wetteifert miteinander, jedes Team will mit seinem Klang die anderen übertönen. In zahlreichen sonst so ruhigen Dörfern herrscht eine Zeit lang eine Atmosphäre beispielloser Ausgelassenheit.
Der Löwentanz (chinesisch: 舞狮) kann als eine traditionelle Form sportlicher Betätigung des Volkes angesehen werden. Vom 4. bis zum 15. Tag des ersten Monats ziehen die Löwentanzgruppen durch die Dörfer. Eine Gruppe hat sieben bis zehn Mitglieder, die alle gleich ausgerüstet sind, sie tragen Schwerter und Stöcke mit sich. Der Kopf des Löwen ist aus Papier zusammengeklebt, es gibt verschiedene Variationen wie z. B. „Katzenkopf'-, „Hühnerkopf'- oder „Stierkopf'-Löwen. Augen, Nase, Mund und Zunge des Löwen sind bunt bemalt und der Kopf ist geschmückt mit einer Mähne aus Wolle und Glöckchen. Auch der Leib des Löwen ist aus hübsch bemaltem Stoff gemacht. Einer der Tänzer hält mit beiden Händen den Kopf des Löwen hoch, einer steht gebückt im Leib. Im Takt der Trommel hüpft der Löwe herum. Ein anderer Tänzer führt den Löwen. Er hüpft und wälzt sich herum und unterhält die Zuschauer mit Possen. Der Löwentanz kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Manche Truppen bevorzugen kühn, kämpferisch anmutende Bewegungen, manche ein spielendes Hin- und Herspringen, andere wiederum leichte und feine Tänze. Oft sieht man Szenen wie z. B. „Der Löwe spielt mit einer verzierten Kugel", „Held und Löwe", „Spiel von Löwen", „Der Löwe und seine Jungen".
Daneben gibt es zur Zeit des Frühlingsfestes (chinesisch: 春节) auch noch andere interessante Aktivitäten, z. B. das Stelzengehen, Drachenlaternen, „Die Bootsfahrt auf dem Trockenen" und Bambussteckenpferde. Es ist ein buntes, aufregendes, farbenprächtiges Fest. Überall finden Theateraufführungen statt; traditionelle Stücke wie z. B. „Das weiße Knochengespenst wird dreimal besiegt" und „Die weiße Schlange" sind beim Publikum beliebt.
Der Löwe (oder das Löwenkleid) besteht meist aus einem Bambuskorpus, der den Kopf des Löwen bildet. Dieser ist dann mit einem festen und dehnbaren Stoff überzogen. Dieser Stoff verläuft dann noch weiter vom Kopf des Löwen nach hinten, wobei die Länge des „ganzen Löwen“ variieren kann, da es verschiedene Größen von Löwen gibt. Einige Löwen haben eine Gesamtlänge bis zu 6,40 Metern, andere haben hingegen nur eine Länge von 3,60 Metern.
Der Stoff, oder auch die „Haut des Löwen“, hat die Aufgabe, die beiden Löwentänzer während des Tanzes zu verbergen, wobei nur die Beine sichtbar bleiben. Dies hat dann den Anschein, als wären die Beine der Löwentänzer die Beine des Löwen. Der Stoff ist außerdem noch meist bunt gefärbt, was den Löwen prächtiger wirken lässt. Der Löwenkopf besitzt oben meist ein kleines „Horn“, was aus einer Legende der alten Chinesen über den Löwen stammt.
Für die Löwentänzer befindet sich im inneren Hohlraum des Löwenkopfes zwei Fäden; diese haben eine wichtige Funktion beim Löwentanz. Beim Ziehen der Fäden schließt der vordere Löwentänzer die Augen des Löwen und gleichzeitig bewegen sich die Ohren des Löwen. Zudem kann der Löwentänzer eine kleine Klappe am unteren Ende des Kopfes betätigen, die das Maul des Löwen darstellt.




























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