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Lushan Gebirge
Das Lushan Gebirge und der berühmte Lushan Landschaftspark in der Provinz Jiangxi.
Das Lushan-Gebirge (chinesisch: 庐山风) liegt südlich der Stadt Jiujiang. Im Osten befindet sich der Poyang-See, im Norden der Yangtse-Fluss. Der Überlieferung zufolge lebten in der Zhou-Zeit (etwa 11. Jh.–256 v. u. Z.) sieben Brüder der Familie Kuang hier in der Abgeschiedenheit. Daher wurde es auch Kuanglushan-Gebirge genannt.
Die immer wieder in China zu entdeckende Verbindung von Bergen, Flüssen und Seen sowie die ebenfalls typische Verschmelzung von Sanftheit und Schroffheit kennzeichnen auch dieses Gebirge. Es ist weltweit für seine „Majestät, Naturwunder, Schroffheit und Schönheit“ bekannt. Das Lushan-Gebirge ist Ursprungsort der einzigartigen Lushan-Kultur. Es ist ein staatliches Schwerpunkt-Landschaftsgebiet, ein geologischer Park und gehört zum Welterbe.
Imposant ist der Lushan Landschaftspark (chinesisch: 庐山风) mit einer Fläche von 302 km², davon 282 km² reines Berggebiet. Höchster Gipfel, hoch über dem Fluss Yangtse ist der Hanyang Feng (chinesisch: 汉阳峰) mit 1.474 m ü.N.N. Er wird auch gern als Da Hanyang (Großer Hanyang) bezeichnet, obwohl er offiziell nicht so heißt. Der Lushan bietet Landschaftsbilder von atemberaubender Schönheit. Das Lushangebirge wurde von Alters her von Poeten beschrieben. Es ist auch der Ursprungsort der chinesischen Landschaftsmalerei. Wichtige Sehenswürdigkeiten im Lushan Landschaftspark (chinesisch: 庐山风): Bodhisattwa-Brücke aus der Song-Dynastie, Bailudong-Lehranstalt, Donglin-Tempel aus der Jin-Dynastie, kleiner Himmelssee, der Wangjiang (Blick auf den Fluss)-Pavillon, Tianqiao (Himmelsbrücke), Huajing (Blumenpfad), großer Himmelssee, Longshou (Drachenkopf)-Klippe, Xianren (Unsterbliche)-Höhle, Sanbao (Drei Schätze)-Bäume und Hanpokou
Das Lushan-Gebirge (chinesisch: 庐山风) hat subtropisches Monsunklima, unterliegt aber auch den klimatischen Besonderheiten einer Bergregion. Das Gebirge ist oft in Nebel gehüllt. Es regnet viel und die Sommer sind recht kühl. Die durchschnittliche Temperatur zwischen Juni und September beträgt nur 16,9 °C, weswegen das Lushan-Gebirge ein angenehmer Sommeraufenthalt ist.
Das Lushan-Gebirge (chinesisch: 庐山风) hat sich aus Brüchen von Erdschichten gebildet. Es hat tiefe Schluchten und steile Gipfel. Es haben sich Gletscherreste aus dem Quartär erhalten, Flüsse, Seen, Hänge und Gipfel weisen darauf hin. Der Hauptgipfel Dahanyang liegt 1474 m über dem Meeresspiegel. Bereits im Altertum haben 171 Gipfel des Lushan-Gebirges einen Namen bekommen. Zwischen den einzelnen Gipfeln befinden sich 26 Hügel, 20 Gräben, 16 Höhlen, 22 Felsenstätten und viele Wasserfälle. Der bekannteste Wasserfall Sandiequan hat ein Gefälle von 155 m und gilt als Naturwunder des Lushan-Gebirges. Die Quelle, die nahe der Gipfel Wulao und Dayueshan entpringt, fällt als Bach über Steinstufen in drei Abschnitten in die Tiefe. Aus der Ferne ähnelt der Wasserfall einem in der Luft hängenden silberweißen Vorhang. Andere bekannte Wasserfälle sind Kaisheng, Shimenjian und Yuyuan. Die heißen Quellen im Lushan-Gebirge hatten bereits im vierten Jahrhundert überall in China einen guten Ruf.
Die Besiedlungsgeschichte des Lushan-Gebirges reicht bis in die späte Neusteinzeit zurück. Allmählich entwickelte sich hier die bedeutende Lushan-Kultur. Später entstand hier ein bedeutender Teil der chinesischen Idyllen. Hier stand auch die Wiege der chinesischen Landschaftsdichtung und Landschaftsmalerei. In den letzten 2000 Jahren haben Literaten wie Tao Yuanming (365-427), Li Bai (701-762) und Su Shi (1037-1101) das Lushan-Gebirge bereist und zahlreiche Werke geschaffen, die das Gebirge besingen. Das Lushan-Gebirge hat neben seinen landschaftlichen Attraktionen auch viele kulturelle Relikte aus älterer und neuerer Zeit vorzuweisen, die von hohem kulturgeschichtlichem und ästhetischem Wert sind. Zu nennen sind beispielsweise der Donglin-Tempel, die Bodhisattwa-Brücke und die Bailudong-Lehranstalt.
In den grünen, oft in Nebel gehüllten Wäldern verbergen sich viele Villen. Eigentlich ist es selten in China, im Hochgebirge Ansiedlungen zu finden. Die Villen im Lushan sind also eine Ausnahme und somit natürlich eine Attraktionen. Nach dem neunzehnten Jahrhundert begannen Briten, US-Amerikaner und Russen im Gebirge Villen zu bauen. Die Regierung der Republik China hatte einst das Lushan-Gebirge als „Sommerresidenz“ auserkoren. Hier hielt Chiang Kai-schek im Jahr 1937 eine wichtige Rede über den antijapanischen Krieg. Nach Gründung des Neuen China 1949 bestieg Mao Zedong in den Jahren 1959, 1961 und 1970 das Lushan-Gebirge. Hier führte er auch den Vorsitz bei Konferenzen des Zentralkomitees der KP Chinas, die die Aufmerksamkeit der Welt auf sich lenkten. Diese historischen Ereignisse haben dem Lushan-Gebirge eine besondere historische Bedeutung verliehen.

























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