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Moirig Schlucht am Lancang
Die Moirig Schlucht ist etwa 100 Kilometer lang und hat die größten Höhenunterschiede in der Provinz Yunnan.
Der Lancang ist der Oberlauf des in Europa bezeichneten Flusses Mekong. Die Schlucht liegt im Autonomen Bezirk Deqen (chinesisch: 德钦县) der Tibeter im Norden der chinesischen Provinz Yunnan (chinesisch: 云南). Sie ist etwa 100 Kilometer lang und man findet sie zwischen den Gemeinden Foshan (chinesisch: 佛山) und Yanmen. Die Schlucht hat die größten Höhenunterschiede in der Provinz Yunnan zu verzeichnen. Die Wasseroberfläche des Lancang liegt auf 2.000 Meter über dem Meeresspiegel. Am linken Flussufer erhebt sich der Kawagarbo mit 6.700 Metern Höhe. Am rechten Flussufer erhebt sich der Zaraqeni mit über 5.400 Metern. An der Stelle, an welcher sich der Lancang – Fluss aus Tibet in die Moirig Schlucht ergießt, verengt sich das Tal extrem, was zu einer reißenden Strömung führt. Die Moirig Schlucht (chinesisch: 梅里大峡谷) ist der einer der wichtigsten Zugänge nach Tibet und gleichzeitigb eines der größten und wichtigsten Naturschutzgebiete Chinas. Hier leben seltene Tiere, z.B. der „Braune Stumpfnasenaffe“, Die Vegetation besteht aus den für das Hengduan – Gebirge typischen Bergwäldern.
In dieser Gegend bewegen sich die Wetterbedingungen zumeist zwischen einem kühlen Hochlandklima und einem gemäßigteren, subtropischen Monsunklima. Shangri-La (so wird heute der Ort (Zhongdian, Hauptort der Autonomen Tibetischen Präfektur Deqen genannt) hat das größte Waldgebiet in Yunnan vorzuweisen, das als „Schatzhaus der Flora und Fauna“ bekannt ist. Hier finden sich auch das größte natürliche Weideland der Provinz, mit Gewässern und Grasland im Überfluss, und der Moirig-Schneeberg, einer der zehn heiligen Berge der Tibeter. Die Abgeschiedenheit der Region hat dazu beigetragen, dass die Einwohner ihre traditionelle Lebensweise und Kultur bewahrt haben. Der Kreis Shangri-La ist zur Zeit eines der begehrtesten Reiseziele in China.
Deqen, heute ein autonomer Bezirk, war in der Geschichte ein wichtiges politisches, militärisches und kulturelles Zentrum für die tibetischen Gebiete Yunnans. Durch seine Lage im Grenzgebiet von Yunnan, Sichuan und Tibet wurde es zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt und zu einem Marktplatz für den Handel mit Tee und Pferden. Spuren menschlicher Besiedlung lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Mit der Qin-Dynastie (221–207 v. Chr.) kam eine wichtige Handelsverbindung über Deqen zu liegen, und in der Tang-Dynastie (618–907) war es Teil des Tubo-Reichs. Die tibetische Kultur breitete sich in der Gegend aus und viele Tibeter ließen sich hier nieder. In der Yuan-Dynastie (1271–1368) erlangte Deqen Bedeutung als Tee- und Pferdemarkt. Die Autonome Tibetische Präfektur Deqen wurde 1957 gegründet. Die Mehrheit ihrer Bevölkerung sind Tibeter. Man findet hier auch zahlreiche Lamaklöster. Auch das bekannte Gaindain-Sumzenlin- und das Dongzhulin-Kloster.
Das Gaindain-Sumzenlin Kloster in der Präfektur Deqen und ist ein Zentrum der Gelben Sekte für Sichuan und Yunnan und war Sitz der höchsten Regierungsämter der Region. Es wurde 1674 erbaut und auf Geheiß des fünften Dalai Lama dem Potala-Palast nachgebildet. Das Kloster umfasst eine Fläche von 30 ha. Früher sollen hier 1400 Lamas und neun Lebende Buddhas gelebt haben. Die kostbarsten Reliquien des Klosters sind acht vergoldete Statuen des Shakyamuni sowie zahlreiche hervorragende Skulpturen, Tanghkas, Ritualgegenstände und unschätzbare buddhistische Schriften.
Das Dongzhulin-Kloster befindet sich im Kreis Deqen. Es wurde sieben Jahre vor dem Sumzenlin-Kloster an einem Berghang erbaut. Jedes Jahr im Oktober hält es eine prachtvolle Zeremonie ab, anlässlich derer ein 8,5 x 5,2 Meter großes, in Seide gesticktes Bild der Schutzgottheit entrollt wird. Gleichzeitig findet eine große Betzeremonie statt und Sutren werden gesungen, wofür zahllose Pilger herbeiströmen.
Aus dieser Gegend erzählt der Roman „Der verlorene Horizont“ (engl. Titel Lost Horizon, deutsch auch unter dem Titel Irgendwo in Tibet). Es ist ein Roman des britischen Schriftstellers James Hilton. Das 1933 erschienene Werk war der größte Erfolg des Autors, ein Weltbestseller, der auch verfilmt wurde.
























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