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Chinesisches Neujahrsfest oder chinesisches Frühlingsfest
Nach dem Bauernkalender markiert das Frühlingsfest den Anfang des neuen Jahres, es gilt als das wichtigste traditionelle Fest in China.
Warum hat man früher den Jahresanfang ausgerechnet auf diese eiskalten Tage gelegt? Diese Zeit liegt genau zwischen dem „Ernten im Herbst und Lagern im Winter" und „Pflügen im Frühling und Jäten im Sommer"; man konnte gerade diese Zeit, wenn in der Landwirtschaft nichts zu tun war, zum Feiern nutzen, sich über die Zukunft Gedanken machen, sich ausruhen und Kräfte sammeln in Erwartung weiterer beschwerlicher Arbeit. So entstand nach und nach dieses Fest.
Das chinesische Neujahrsfest (chinesisch: 春节) wird als der wichtigste chinesische Feiertag erachtet.
In China wird das Frühlingsfest oder chinesische Neujahrsfest (chinesisch: 春节) auch Guo Nian (chinesisch: 过年) genannt. Einer Sage nach gab es vor langer Zeit ein Ungeheuer, das Nian hieß. Es hielt sich tief in dem Meer versteckt, zu Jahresende aber kam es hervor, zerstörte das Getreide, verletzte Menschen und dezimierte die Herden. Einmal trieb es wieder in einem Dorf sein Unwesen, aber als es ein rotes Kleid vor der Tür eines Hauses sah, lief es schnell weg. An einem anderen Ort sah es das Licht des Feuers und flüchtete erschreckt. So erkannte man seine Schwäche, seine Angst vor der Farbe rot und vor dem Licht des Feuers. Daher klebten die Menschen gegen Ende jedes Jahres die roten Neujahrssprüche an die Tür, zündeten Feuerwerke an, hingen rote Laternen auf, machten Lagerfeuer im Hof, frikassierten Gemüse und Fleisch, und machten viel Lärm. Allmählich wurde das alles zu einem Brauch, nämlich Guo Nian.
"Im Kranich des Feuerwerks geht das Jahr zur Neige"
Wang Anshi aus der Song-Zeit schrieb das berühmte Gedicht Der erste Tag, darin wird lebendig die begeisterte Stimmung beschrieben, in der im damaligen China das neue Jahr begrüßt wurde-: „Im Krachen des Feuerwerks geht das Jahr zur Neige, Frühlingswind bringt dem Tusu-Wein (Wein zur Vertreibung des Bösen) Wärme. Tausende und abertausende Häuser baden in der Sonne, alle tauschen alte Holzamulette gegen neue aus" Das in dem Gedicht beschriebene Abbrennen von Knallkörpern aus Bambusholz und das Anbringen von Holzamuletten, Frühlingssprüchen und Bildern der Türgötter am Hauseingang waren im Altertum allgemeiner Brauch.
Das Abbrennen von Bambusknallkörpern hat eine lange Tradition. Ursprünglich zündete man nur Bambusholz an. Da die Holzstiele Hohlräume im Innern haben, platzen sie mit leichtem Knallen, wenn sie angezündet werden und die erhitzte Luft explosionsartig ausbricht. Später füllte man Pulver in die Stiele und entwickelte so Bambusknallfrösche. Wieder später wurde zusammengerolltes Papier mit Schießpulver benutzt, die Bezeichnung dafür war Paozhang (Knallfrosch) oder Bianpao (Stränge von Knallfröschen). Gegen Ende der Qing-Dynastie gab es in China bereits Manufakturen für alle möglichen Arten von Feuerwerkskörpern.
In einem alten Buch wird das Feuerwerk einer Neujahrsnacht in Beijing in der Qing-Zeit beschrieben: „Feuerwerk wie Meeresbrausen, Rollen des Donners. In Palästen, in Wohngebieten, es war überall in der ganzen Stadt, die ganze Nacht hindurch." Es ist gerade das Feuerwerk, das die Atmosphäre der Freude und Begeisterung am Jahresanfang hervorruft und das den Menschen, insbesondere den Kindern, so viel Freude und Vergnügen bereitet.
Hintergrundinformationen zum chinesischen Neujahrsfest
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