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Potala-Palast
Der Potala-Palast in Lhasa war früher die offizielle Residenz der Dalai Lamas.
Der Potala-Palast (chinesisch: 布达拉宫) befindet sich auf dem Potala-Berg, der im Westen der Altstadt Lhasas (chinesisch: 拉萨) in Tibet (chinesisch: 西藏)liegt. Er ist die Residenz vom Leiter des Lama-Buddhismus, des Dalai Lama und auch Regierungszentrum Tibets unter Einheit von Politik und Religion in der Tsing-Dynastie.
Die Gesamtbaufläche vom Potala-Palast ist über 100 000 m2. Der Hauptbau des Palastes steht auf dem Gipfel eines Berges und erreicht einschließlich der Bergbasis eine Höhe von 117 m. Der Palast sieht aus wie aus dem Berg gewachsen und streckt sich in den blauen Himmel des Plateaus, voller außerordentlicher und künstlerischer Anziehungskraft.
Der Palast befindet sich im Flusstal des Vororts von Lhasa von Tibet. Der Baukomplex umfasst den Palastbezirk, die Palastzone und die Seezone am Hinterberg. Innerhalb des Palastbezirks sind die Verwaltungsgebäude für den Potala-Palast, Druckerei für religiöse Schriften, Wohnungen von Mönchen und Beamten, Gefängnis, Pferdestall usw. Die Palastzone auf dem Gipfel ist ein großer Baukomplex mit dem Weißen und dem Roten Palast als Hauptteile. Der Weiße Palast dient dem Dalai Lama speziell zum politischen und religiösen Alltagsleben und die Gemächer des Dalai Lama befinden sich über der Großhalle des Weißen Palastes; der Rote Palast ist die religiöse Bautengruppe zum Speichern von Stupas der vorgegangenen Dalai Lamas und dient anderen Funktionen. Südlich vom Weißen und Roten Palast ist die Gebetshalle für religiöse Zeremonien der Mönche.
Der Potala-Palast wird als "eine glänzende Perle auf dem Dach der Welt" bezeichnet. Er gilt als ein hervorragendes repräsentatives Werk der tibetischen Baukunst und gehört auch zu bekanntesten alten Bauten in China. Der Potala-Palast dient als der Ort des Dalai-Lamas verschiedener Dynastien zu Leben bzw. Erledigung der politischen und religiösen Angelegenheiten in Tibet.
Der Potala-Palast ist das bis jetzt größte mehrstöckige alte Gebäude in diesem autonomen Gebiet. Laut Aufzeichnungen der betreffenden Dokumente wurde der Potala-Palast ursprünglich während der Herrschaft von Songtzan Ghanbo der Tibetischen Dynastie im 7. Jahrhundert n.u.Z. gebaut. Damals wurde er "den Hongshan-Palast" genannt und hatte ein sehr großes Ausmaß. Mit 3 Stadtmauern und ungefähr 1000 Zimmern galt der Hongshan-Palast damals als das politische Zentrum der Tibetischen Dynastie. Im 9. Jahrhundert brach die Tibetische Dynastie zusammen, und Tibet geriet in langzeitige Kriegswirren. Der Hongshan-Palast wurde allmählich abgelegt. Ab 1645 n.u.Z. ließ der 5. Dalai-Lama den Potala-Palast wiederbauen. Das Hauptprojekt dauerte zirka 50 Jahre an, und später wurde noch weitere Bauarbeit unternommen. Insgesamt wurden dafür etwa 300 Jahre eingesetzt. Von außen betrachtet hat der 110 m hohe Potala-Palast 13 Stockwerke. Die Ganzheit des Palastes ist Holz- und Steinstruktur. Alle Palastsmauern sind mit Granit errichtet, mit den dicksten Punkten von 5 m. Das Fundament der Mauern geht tief in die Gesteinsschicht, und in die äußeren Mauern ist auch flüssiges Eisen eingegossen, um die Gesamtheit und Erdbebenbeständigkeit des Gebäudes zu verstärken. Zudem ist das Gebäude auch mit verschiedenen Golddekoren geschmückt, was das Problem der Blitzableitung der alten hohen Gebäude geschickt gelöst hat. In den letzten mehreren hundert Jahren hat der Potala-Palast mehrere Blitz- und Donnerschläge sowie Erdbeben bestanden und steht noch immer erhaben da.
Der Potala-Palast besteht hauptsächlich aus dem östlichen Weißen Schloß, Wohnort des Dalai-Lamas (chinesisch: 達賴喇嘛), dem mittleren Roten Schloß (Buddhahallen und Pagoden der Dalai-Lama verschiedener Dynastien) und den westlichen weißen Mönchstuben. Vor dem Roten Schloß gibt es eine weiße hohe Wand mit dem Namen "Shai Fo Tai", und bei buddhistischen Festen werden große buddhistische Wandteppiche gehängt. Die zahlreichen dortigen Gebäude sind zwar in verschiedenen Perioden gebaut, aber ganz gewandt nach der Berglage angelegt, damit der Potala-Palast sowohl sehr majestätisch und stattlich, als auch koordiniert und vollkommen aussieht, was ein hohes ästhetisches Niveau bei der Baukunst erreicht hat.
Das Rote Schloß gilt als der Hauptteil des ganzen Palastes und ist die Halle der buddhistischen Pagoden der Dalai-Lama verschiedener Dynastien und Buddhahallen aller Sorten. Davon ist die Pagode vom 5. Dalai-Lama, Lhosang Jiatzo, am bekanntesten. Die Pagode ist ungefähr 15 m hoch und hat ein quadratisches Fundament bzw. ein rundes Dach. Sie ist in Pagodensockel, Pagodenrumpf und Pagodenspitze geteilt. Die Leiche des 5. Dalai-Lamas wird mit Aromastoffen und Safflor in der Pagode aufbewahrt. Der Pagodenrumpf wird mit Goldblättchen eingewickelt, und dabei sind insgesamt 3724 kg Gold gebraucht worden. Zudem sind darauf mehr als 15 000 wertvolle Diamanten, Rubine, Smaragde, Jadeit, Perlen und Achate eingesetzt worden. Im Pagodensockel werden buddhistische Musikinstrumente und Kultgeräte sowie Opfergefäße ausgestellt.
Die Westliche Große Halle ist die Haupthalle der Pagode des 5. Dalai-Lamas und gilt auch als die größte Halle im Roten Schloß. Darin gibt es 48 große über 6 m hohe Holzsäulen. Beim Bau der Halle wird die Struktur der Gruppe hölzerner Ochsenkopfkapitelle gebraucht, die bei Bauten der Han-Nationalität sehr häufig vorkommend ist. Zudem hat die Halle zahlreiche Holzbuddhastatuen und verschiedene Tiermuster wie Löwen und Elefanten. Der Potala-Palast hat beim Bau im 17. Jahrhundert und beim späteren Ausbau mehr als 10 000 vorzügliche Wandmalereien, die von ausgezeichneten Malern in Tibet geschaffen worden sind. Solche Wandmalereien sind überall im Palast verbreitet, wie in großen und kleinen Hallen, Eingängen, Gehwegen und Wandelgängen. Die Wandmalereien sind von vielfältigen Themen und reichen Inhalten geprägt, darunter die historischen Geschichten und Persönlichkeiten, die buddhistischen Geschichten und auch das alltägliche Leben in Bereichen Bau, Sitten und Gebräuche, Sport und Vergnügen. Sie gelten als Kunstschätze mit einem äußerst hohen Wert im Potala-Palast. Darüber hinaus sind dort rund 10 000 Bildrollen ab dem 17. Jahrhundert sowie unzählbare Steinschnitzereien, Holzschnitzereien bzw. Lehmskulpturen, buddhistische Sutras und mehrere Produkte des traditionellen tibetischen Handwerks wie tibetische Teppiche, buddhistische Banner, Keramik- und Jadewaren aufbewahrt worden. Sie haben nicht nur einen hohen künstlerischen Wert, sondern auch die über 1000-jährige Geschichte von Freundschaftskontakten und Kulturaustausch zwischen verschiedenen Nationalitäten, darunter der Han- und tibetischen Nationalität widergespiegelt.
Als "eine glänzende Perle auf dem Dach der Welt" ist der Potala-Palast weltweit bekannt für die Anordnung der Hallen, das Bauwerk, die Metallverhüttung, sowie Malerei und Schnitzerei, was die ausgezeichnete Kunstfertigkeit der Handwerker verschiedener Nationalitäten (mit Tibetern an der Spitze und auch mit der Han-, Mongolischen und Mandschurischen Nationalität) und die großen Leistungen der tibetischen Baukunst verkörpert. In 1994 ist der Potala-Palast als ein Kulturerbe offiziell von der UNESCO in die "Welterbeliste" aufgenommen worden.































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