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Poyang See
Der Poyang See wurde im Altertum als Pengze oder Penghu bezeichnet.
Der Poyang See (chinesisch: 鄱阳湖) befindet sich im nördlichen Teil der Provinz Jiangxi (chinesisch: 江西) und ist im Norden mit dem Jangtse (chinesisch: 扬子江) verbunden. Mit einer Fläche von 2 933 km2 ist er der größte Süßwassersee in China. Der große Poyang See formt zusammen mit dem Steinernen Glocke-Berg am Eingang des Sees, dem Lu-Berg am See und den Wellen schlagenden Yangtse ein großartiges künstlerisches Bild, dessen Thema ein großer See, berühmte Berge und ein riesiger Fluss ist.
Der Poyang See hat eine große Wasseroberfläche und ist reich an kleinen Fischen. Um ihn herum herrscht ein feuchtes Klima, so dass er einen idealen Ort für viele Arten von seltenen Vögeln darstellt, die dort überwintern, es sind z. B. der Schneekranich, der Schwan und der Weißnackenkranich. Es wurde eine Terrasse am See gebaut, damit man sich die Zugvögel besser ansehen kann. „Sich am See die Vögel anzusehen", ist zu einer Szenerie des Seegebiets geworden.
Der Wasserstand schwankt aber über das Jahr um bis zu 20 m zwischen Trockenzeit und Monsun. Bei Starkniederschlagsereignissen während der heftigen Monsunregen speichert er als Retentionsbecken (ähnlich dem Dongting-See) die Hochwasserspitzen der einmündenden Nebenflüsse und schützt so durch die Abflussverzögerung die Unterlieger am Yangtze vor noch extremeren Überschwemmungen.
Der Poyang See wurde im Altertum als Pengze oder Penghu bezeichnet. Später wegen des Poyang-Berges im See wurde er Poyang See genannt.
Westlich des Poyang Sees (chinesisch: 鄱阳湖) liegt die alte Stadt Wucheng (chinesisch: 永修县). Bis heute ist die Stadt noch mit dem Schiff zu erreichen. Die meisten Menschen in Wucheng leben noch immer vom Fischfang. Aber nicht nur in Wucheng, sondern auch in dem kleinen Dorf Hongzhen am südlichen Ufer des Sees hat sich das Fischerleben erhalten.
Man kann zu jeder Jahreszeit an den Poyang See fahren. Auch im kalten Winter ist es am See nicht langweilig. Dann ist der Wasserspiegel niedriger. Und einige Insel, die sich im Sommer und Herbst unter der Seeoberfläche befinden, tauchen wieder auf. Im Winter finden sich tausende Zugvögel vom hohen Norden am Poyang See ein, um hier zu überwintern. Am westlichen Ufer des Poyang Sees befindet sich ein riesiges Schutzgebiet für Zugvögel. Im Winter kann man am See Schwäne, Mandarinenten, Seidenreiher und Kormorane, aber auch Kraniche und Pelikane sehen. Der Herbst gilt als die beste Reisezeit. Dann ist in den Dörfern rund um den Poyang See besonders viel los. Bei zahlreichen Festen feiern die Bauern ihre gute Ernte.
Die größten Probleme sind die saisonalen Überflutungen, Vergiftung von Vögeln (Schwäne, Gänse und Enten) mit Pestiziden aus der Landwirtschaft, Verlandung, Elektrofischerei und Armut, besonders der Bauern. Mehr als 1.000 km² der Feuchtgebiete wurden zwischen 1954 und 1984 trockengelegt.
Erosion und Abtragung haben große Ödlandbereiche (670 km²) hinterlassen, sandige Flächen ohne Vegetation. Da in der Region praktisch keine Kläranlagen existieren, nimmt die Eutrophierung des Wassers stetig zu. Dennoch kann die Wasserqualität noch immer als gut (Klasse II) eingestuft werden. Negative Einflüsse toxischer Verschmutzung mit Schwermetallen stammen von Kupferminen am östlichen Teil des Sees.



























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