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Shapotou
Die Düne bei Shapotou in der Provinz Ningxia gehört zur Tengger Wüste.
Im Bezirk Shapotou (chinesisch: 沙坡头区)in der Provinz Ningxia (chinesisch: 寧夏) gibt es eine Düne, die 100 Meter hoch ist. Die nach Süden ausgerichtete Düne biegt sich in der Mitte und wenn Menschen sie erklimmen, donnert der Sand. Der Name bedeutet „Beginn der Sandböschung“. Hier wurde vor etwa 50 Jahren ein Eisenbahnlinie gebaut, welche die Städte Baotou (chinesisch: 包头) und Lanzhou (chinesisch: 兰州) verbindet. Die Bahnlinie ist heute Teil der Landschaft. Wüstenexperten hatten hier Sandbefestigungsanlagen zum Schutz der Bahnlinie vor den Dünen angebracht.
Ganz in der Nähe findet man die Zhaobishan-Kupferbergwerksstätte (chinesisch: 照壁山铜矿遗址), ein antikes, bis auf die Zeit der Han-Dynastie zurückgehendes Kupferbergwerk in der Bergkette des Zhaobi-Gebirges (Zhaobi Shan). Es handelt sich um das älteste Kupferberkwerk in Nordwestchina.
Shapotou liegt am südöstlichen Rand der Tengger-Wüste (chinesisch: 腾格里沙漠), der viertgrößten Wüste Chinas, 16 km westlich von der Stadt Zhongwei (chinesisch: 中卫). Die im Jahre 1958 gebaute Eisenbahnlinie zwischen Baotou (chinesisch: 包头) im Autonomen Gebiet Innere Mongolei (chinesisch: 內蒙古) und Lanzhou (chinb. 兰州) in der Provinz Gansu (chinesisch: 甘肃) passiert diese Gegend. Zum Schutz dieser Eisenbahnlinie vor den Sandstürmen begannen Wissenschaftler des Wüsten-Forschungsinstituts in Lanzhou von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften mit Forschungsarbeiten über die Befestigung von Sand. Dabei haben sie gute Erfolge erzielt. Zum Beispiel steckte man Weizenstroh in Netzform in den Sand, damit entstanden auf dem Sandboden zahlreiche Weizenstroh-Karos. Danach wurden Sandpflanzen in diesen Weizen-Karos angepflanzt. Auf diese Weise wurde der Sand befestigt und den Verkehr dieser Eisenbahnlinie gewährleistet. Im Jahre 1977 fanden diese Erfahrungen auf der „World Conferenz on Desertification“ in Nairobi von Kenia bei Fachleuten hohe Anernkennung. Bis heute werden diese Erfahrungen in vielen Staaten der Welt übernommen. Im Jahre 1994 wurde Shapotou von der UNO-Umweltorganisation zu den „500 Mustern für den Umweltschutz der Welt“ gezählt.
Die schöne Wüstenlandschaft in Shapotou zog viele historischen Persönlichkeiten an, wie z.B. Wang Wei, einen berühmten Dichter aus der Tang-Zeit (618-907). Heute ist Shapotou eine große touristische Attraktion Ningxias (chinesisch: 寧夏). Hier kann man nicht nur die faszinierende Wüsten-, Oase- und Gebirgslandschaft bewundern, sondern auch eine Floßfahrt durch den Fluss Gelgen machen, mit einem Kamel durch die Tengger-Wüste reisen oder von einem Sandhügel nach unten rutschen.

























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