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Taklamakan
Die Taklamakan oder auch Taklimakan ist die zweitgrößte Sandwüste der Erde und erstreckt sich im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang.
Die Taklamakan Wüste (chinesisch: 塔克拉玛干沙漠), die 330 Tausend Quadratkilometer bedeckt, ist die zweitgrößte Wanderwüste der Welt. Die Taklamakan (chinesisch: 塔克拉玛干沙漠) erstreckt sich in Zentralasien im nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang (chinesisch: 新疆维吾尔自治区) durch den westlichen Teil des Tarim-Beckens.
Als „Friedhof der Zivilisation“ zog die Taklamakan in den frühen Jahren des 20. Jahrhundert Forscher aus aller Welt an. Die historischen Schätze, die hier gefunden wurden, sind in Museen auf der ganzen Welt verstreut ausgestellt. Den Forschern zufolge, ist die Taklamakan die weltgrößte Schatzkammer von Kulturgegenständen. Die Wüste zerstörte seit ihrer Entstehung viele Städte und Dörfer und verschlang dabei Leben, Legenden, und Zeichen und ließ nur Ruinen, einen leisen Widerhall, und unzählige Traumvorstellungen zurück. Loulan, Niya, Xiaohe, Miran und Dandan Oilik, diese berühmten sagenumwobenen alten Städte repräsentierten den Wohlstand der Seidenstraße. Das Wandbild eines Engels mit Flügeln, Der Brokat mit den Worten „Fünf Planeten, die im Westen auftauchen, verheißen Gutes für das Reich der Mitte“, die römischen Säulen, die indische Buddhastatue und die mumifizierte „Schönheit von Loulan“ ... all diese ausgegrabenen Funde belegen, dass dies einst der Platz der Welt war, wo sich große alte Zivilisationen vermischten.
Von beinahe jeder Betrachtungsweise aus – Geographie, Umwelt, Psychologie oder Symbolkraft - ist die Taklamakan ein Angst einflößender und albtraumhafter Ort. Sie wurde „Meer der Toten“ genannt. Das Gefährlichste aber ist die Mangel an Wasser. Aber auch Sandstürme, die sogar große Bäume ausreißen können. Seit hunderten Jahren sind Expeditionen, Handelskarawanen, Schatzsucher, Räuber und Pilgerer in der Taklamakan unterwegs. Viele Jahrhunderte war die Wüste und die Bewohner durch den Islam geprägt. Berüchtigt sind Naturphänomene, wie der Kara Buran, der „schwarze Sandsturm“. Er kann tonnenweise Sand aufwirbeln und über Tage oder gar Wochen andauern. Seinen Namen erhielt er, weil er dabei oftmals den Himmel verfinstert. Die Zeit des Kara Buran ist vom Februar bis zum Juni; der Sandsturm kommt alle drei bis fünf Tage vor allem aus dem Nordosten. Die wochenlang andauernden Staubnebel können die Sonneneinstrahlung wesentlich reduzieren. Da ihm bereits viele Karawanen und wahrscheinlich sogar ganze Städte zum Opfer fielen, wird er mit vielen Mythen verbunden. So erzählen Einheimische die Sage von der Armee eines chinesischen Kaisers, die unter dem Sand einer 250 Meter hohen Düne begraben sein soll.
Aufgrund ihres Klimas war die Taklamakan lange Zeit unzugänglich. Die Trassen der ehemaligen Seidenstraße sind heute zu asphaltierten Verkehrsstraßen ausgebaut, auf denen die gesamte Wüste umfahren werden kann. Auf der Nordroute der Seidenstraße befindet sich heute die Straße 314, auf der Südroute die Straße 315; die Ostverbindung beider Straßen bildet die Straße 218. An diesen Straßen am Rand des Tarimbeckens liegen Oasenstädte wie Hotan (= Khotan), Kaschgar und Aksu. Die Oasen werden durch Schmelzwasser der umliegenden Hochgebirge mit Wasser versorgt. Die frühere Mittlere Route der Seidenstraße von Korla über Loulan Gucheng nach Yumenguan Guzhi und weiter nach Dunhuang (= Mingoshan) besteht nicht mehr; deshalb wurde der Bau der Straße 218 notwendig.
Ungefähr in der Mitte der Wüste sind große Erdöl- und Gasvorkommen entdeckt worden. Zu ihrer Erschließung baute die chinesische Regierung 1995 für etwa 10 Millionen Euro pro Kilometer die Tarim-Fernstraße, der die Wüste Taklamakan von dem an der Straße 314 gelegenen Ort Luntai (=Bügür) bis zu dem an der Straße 315 gelegenen Ort Yawatongguzlangar bei Minfeng (Niya) in Nord-Süd-Richtung vollständig durchquert. Mit einer Länge von 520 Kilometern gilt sie als die weltweit längste Wüstenstraße. Diese Straße mit beidseitigen Sanddünenbefestigungen und permanentem Straßenreinigungsservice wird deshalb auch hinsichtlich ihres Baus und der Erhaltung als die teuerste Straße der Welt angesehen.
Am 4. Oktober 2002 wurde die Autobahn mit dem Namen Qieta-Wüstenfernstraße für den Verkehr geöffnet. Diese führt ebenfalls in Nord-Süd-Richtung durch die Wüste und verbindet Korla (Kurla) mit dem Kreis Qarqan (Qiemo xian, 且末县) und seinem Hauptort, der Großgemeinde Qiemo (Qiemo zhen, 且末鎮, Chümo = Tarran). Durch den Bau dieser neuen Schnellstraße kann die ehemals zwei Tage dauernde Reise von Korla nach Qiemo in lediglich acht Stunden bewältigt werden.
Der Bau einer weiteren Landstraße durch die Taklamakan wurde im Mai 2005 begonnen. Diese Straße Aral-Hotan-Wüstenstraße wird mit einer Länge von 424 Kilometern von Nord nach Süd die Städte Aral und Hotan verbinden.

























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