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Das Fest der Himmelsgabe Tiankuangjie
Der früheste Bericht über das Fest der Himmelsgabe Tiankuangjie stammt aus der Zeit, als der erste Kaiser der Qin-Dynastie das Land geeint hatte.
Kuang heißt "gewähren", tiankuang bedeutet "Geschenk des Himmels". Früher wurde im ganzen Land am 6. Tag des sechsten Monats nach dem Bauernkalender das "Fest der Himmelsgabe" Tiankuangjie gefeiert.
Der früheste Bericht über dieses Fest stammt aus der Zeit, als der erste Kaiser der Qin-Dynastie das Land geeint hatte. Der Kaiser ging 219 vor Christus nach Tai'an in die Provinz Shangdong (chinesisch: 山东), um dem Himmel und der Erde zu opfern. Die Zeremonie fand in der Haupthalle des Dai-Tempels am Fuß des Taishan-Berges (chinesisch: 泰山) statt, später wurde sie zur "Halle der Himmelsgabe" umbenannt. In der Folge wurde daraus eine Tradition, dass verdienstvolle Kaiser zu einer festgesetzten Zeit am Taishan-Berg dem Himmel und der Erde Opfer darbrachten. Im Laufe der Zeit wurde die Halle der Himmelsgabe immer schöner hergerichtet und der 6. Tag des sechsten Monats zu einem Feiertag. Kaiser Zhenzong (968—1022) der Song-Dynastie behauptete sogar, am 6. Tag des sechsten Monats ein Buch vom Himmel bekommen zu haben. Derjenige, der dieses Buch besäße, könnte als "erleuchteter Herrscher" mit Hilfe des himmlischen Willens die Erde regieren, und dieser sei natürlich er.
Es gibt noch eine andere, aus dem buddhistischen Kontext stammende Interpretation des Tiankuang-Festes (chinesisch: 天贶节). Danach soll der ehrwürdige Mönch Xuan Zang (chinesisch: 玄奘) aus der Tang-Dynastie, der von einer langen Reise nach Westen mit den heiligen Schriften des Buddhismus zurückkehrte, diese auf seinem Weg am Meer entlang aus Unachtsamkeit nass gemacht haben. Die sofort getrockneten Schriften sollen bis heute erhalten sein. So pflegten Buddhisten der Provinz Zhejiang an diesem Tag Sutren zu trocknen. Heute versammeln sich Gläubige in der Nacht zum 6. Tag des sechsten Monats in Tempeln, um heilige Schriften zu rezitieren.
Bräuche am Tiankuang-Fest (chinesisch: 天贶节)
In der Provinz Shandong gibt es den Brauch, an diesem Tag eine bestimmte Mehlspeise zu essen. In einem Topf wird Mehl dafür erhitzt, danach heißes Wasser beigegeben, das Ganze wird mit etwas Zucker oder Salz gegessen. Oft wird mehr Mehl zubereitet, damit man eine Zeitlang damit versorgt ist, diese Speise soll nach einem Volksglauben Durchfall heilen können. In der Provinz Hebei pflegt man an diesem Tag Wasser zu speichern, weil der Wein, gegoren mit diesem Wasser, ein herrliches Aroma bekommen soll. Nach dem Bauernkalender ist es am 6. Tag des sechsten Monats schon Sommer. Vielerorts nimmt man diesen Tag wahr, um Kleidung, Bettzeug und Bücher in der Sonne zu trocknen, in dem Glauben, dass der Kaiser früher auch an diesem Tag seine "Drachenrobe" trocknete. In der Provinz Hunan gibt es neben dem Kleider- und Büchertrocknen noch den Brauch, Wasser in der Sonne zu erhitzen und die Kinder darin zu waschen.

























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