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Tonglu
Tonglu ist eine wunderschöne Kreisstadt am Fuchun-Fluss in Zhejiang.
Tonglu (chinesisch: 桐庐) liegt im Nordwesten der Provinz Zhejiang (chinesisch: 浙江), 90 km von der Provinzhauptstadt Hangzhou (chinesisch: 杭州) entfernt. Der Fuchun Fluss (chinesisch: 富春江) fließt durch diese schöne Kreisstadt, die mit ihren zahlreichen historischen Stätten und ihrer malerischen Landschaft immer mehr Touristen anzieht.
Der historischen überlieferung zufolge führte Yan Ziling, ein Gelehrter aus der Han-Zeit, vor 1900 Jahren hier ein Eremitenleben, weil er nicht als Minister für die Han-Dynastie dienen wollte. Damals ging er oft zum Fluss angeln. Zur Erinnerung an diesen Gelehrten errichtete man an einer Terrasse am Flussufer, wo Yan Ziling angelte, einen Tempel. Diese Terrasse wurde als "Angel-Terrasse von Yan Ziling" bezeichnet. Noch heute ist dieser Tempel gut erhalten. Vor dem Tempel gibt es viele Gedenktafeln mit kalligrafierten Inschriften, die von Dichtern aus verschiedenen Dynastien hinterlassen wurden.
In der Umgebung von Tonglu (chinesisch: 桐庐) gibt es noch viele Sehenswürdigkeiten wie die Yaolin-Karsthähle (chinesisch: 瑶琳洞), den Tianmuxi-Fluss (chinesisch: 天目溪), den Tongjun-Berg (chinesisch: 桐君山), den Nationalpark Daqishan (chinesisch: 大奇山), den Folklore-Park in der Gemeinde Donglong (chinesisch: 东隆) sowie die 70 km lange Qililong-Schlucht (chinesisch: 七里泷). Hier kann man nicht nur Wildwassersport treiben, sondern auch die Sitten und Gebräuche der einheimischen Bevölkerung kennenlernen.
Eine andere Attraktion von Tonglu (chinesisch: 桐庐) ist der 35 km lange Qililong-Fluss. Er liegt zwischen Lucibu (chinesisch: 鸬鹚步) und Meichengzhen (chinesisch: 梅城镇) und schlängelt sich wie eine Silberkette durch die Bergtäler. Fährt man mit einem Bambusfloß über den Fluss, fühlt man sich wie im Märchenland.
Der Fuchun Fluss (chinesisch: 富春江) befindet sich in der Mitte der Provinz Zhejiang (chinesisch: 浙江) und gehoert zu einem Teil des Qiantang Flusses (chinesisch: 钱塘江). Er fliesst von Jiande durch den Kreis Tonglu und die Stadt Fuyang (chinesisch: 富阳). Die 24 km lange Qililong-Schlucht am Oberlauf ist seit jeher als "Kleine Drei-Schluchten" bekannt. In dieser Gegend gibt viele Sehenswuerdigkeiten wie Zixu-Überfahrtsstelle, Wuzixu-Tempel und Yanziling-Angelstellen. Die Berg- und Wasserlandschaft am Unterlauf ist ebenfalls faszinierend. Die bekannten Berge sind der Tongjun-Berg, nördlich von der Kreisstadt Tonglu (chinesisch: 桐庐).
Märchenhafte Tropfsteinhöhlen
Bereits während der Kaiserzeit hatte man Yaolin (chinesisch: 瑶琳) als ein zauberhaftes Ausflugsziel entdeckt.
Man hat an den Felsen in den Tropfsteinhöhlen Kalligraphien aus der Sui-Dynastie vor 1.300 Jahren entdeckt. Sie sind von damaligen Abenteurern hinterlassen worden. Andere wichtige archäologische Funde sind etwa Fragmente von Tonwaren aus der Östlichen Han-Dynastie vor etwa 2.000 Jahren und Münzen aus der Nördlichen Song-Dynastie. Wissenschaftler haben sogar festgestellt, dass in den Yaolin Höhlen (chinesisch: 瑶琳) vor 2.900 Jahren Feuer gemacht wurde.
Die Kalligraphien an den Felsen, die die Abenteuerer vor rund 1.300 Jahren hinterlassen hatten, sind durch eine Schicht von durchsichtigem Kalziumkarbonat bedeckt worden, so dass man die Jahrhunderte alten Schriften noch heute deutlich lesen kann.
Zur Blütezeit der Qing-Dynastie, der letzten Dynastie in China, wurden die Grotten zu einem bekannten Ausflugsziel. In einer Ortschronik von vor etwa 200 Jahren wird das Innere der Höhlen ausführlich beschrieben. Die Öffnung der Haupthöhle ist zwei Zhang, also knapp sieben Meter breit. Trete man durch die Öffnung und gehe die Stufen etwa sieben Meter hinunter in die Höhlen, bietet sich dem Besucher ein märchenhafter Anblick. In den Felsen sind Höhlen unterschiedlicher Größen zu finden, auch die Tropfsteinsäulen zeigen bizarre Formen. Die Felsen und Säulen haben wunderschöne Farben und wirken wie Brokatvorhänge. Zahlreiche Bäche gurgeln durch die Höhlen. Betrachte man die bizarr aussehenden Säulen, kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen: eine Säule sieht wie ein Schwert aus, ein Fels ähnelt einem Kamel...
Im Jahre 1886 widmete der Kreisvorsteher Yang Baoyi dem Naturwunder eine Inschrift. Der Mandarin bezeichnete die Höhlen als ein Paradies aus Tropfsteinen.
Erst vor rund dreißig Jahren begann man die Höhlen touristisch zu erschließen. Heute werden jährlich 400.000 Besucher gezählt.
Die Sehenswürdigkeit besteht aus sieben Höhlen die alle im Yaolin Forest Park (chinesisch:瑶琳森林公园) liegen. In den Höhlen bleiben die Temperaturen im ganzen Jahr mild, und zwar zwischen zwölf und achtzehn Grad Celsius.
In allen der vorderen vier Höhlen haben die Felsen und Säulen verschiedene Gestalten, wie brüllende Löwen, aus dem Wasser springende Karpfen, hüpfender Frosch oder laufende Kamele.
Die dritte Höhle ist mit 9.300 Quadratmetern die größte. In dieser Höhle stehen einige Stalagmiten. Der höchste soll 37 Meter hoch sein.
Reisetipps
Der Ausflugsort ist durch eine Autobahn mit der Provinzhauptstadt Hangzhou verbunden. Die Busfahrt zwischen Hangzhou (chinesisch: 杭州) und dem Kreis Tonglu dauert 80 Minuten. Die besten Reisezeiten sind April, September und Oktober. Kommen Sie nicht im Mai oder Juni, denn es gibt in dieser Region zu dieser Zeit anhaltenden Sprühregen.

























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