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Trend der Bevölkerungsentwicklung
Nach Schätzungen von Demographen und Futurologen wird die Bevölkerung Chinas im 21. Jahrhundert folgende Entwicklungen
erfahren:
1. Geringere Zunahme der Bevölkerung
Das Potential des Bevölkerungswachstums ist vor allem von der Altersstruktur der Bevölkerung abhängig. China ist einerseits eine Überalterungsgesellschaft geworden und hat sich andererseits in die Länder mit niedriger Geburtenrate eingereiht, wodurch das weitere Wachstum wesentlich abgeschwächt worden ist. Prognosen aus dem Ausland über die Bevölkerungsentwicklung Chinas variieren nur ganz wenig.
Nach der obigen Prognose wird die Bevölkerung Chinas zwischen 2000 und 2005 jährlich um 9,6 Millionen zunehmen, von 2005 bis 2010 wird das durchschnittliche Jahreswachstum bei etwa 9,2 Millionen liegen, zwischen 2010 und 2020 bei etwa 8,2 Millionen, zwischen 2020 und 2030 bei etwa 4,2 Millionen und zwischen 2030 und 2040 bei etwa 800 000. In den 40er Jahren des 21. Jahrhunderts dürfte nach diesen Hochrechnungen ein Null-Wachstum erreicht werden.
2. Der Trend zur Erhöhung der Qualität der Bevölkerung
Die Qualität der Bevölkerung wird im Wesentlichen von gesundheitlichen und erzieherischen Faktoren bestimmt. Die Verbesserung der Gesundheit hat in China einen bemerkenswerten Rückgang der Säuglingssterblichkeit und eine Verlängerung der Lebenserwartung bewirkt. Als die Volksrepublik China 1949 gegründet wurde, betrug die Säuglingssterblichkeit rund 200%0. Heute liegt sie bei unter 30%0, und bis 2050 soll sie nur noch um 14%0 betragen. Vor 1949 war in China die Lebenserwartung auf dem Land knapp 35 Jahre und in den Städten weniger als 40 Jahre. Heute liegt sie bei 70 Jahren. Schätzungen der UNO zufolge wird die durchschnittliche Lebenserwartung in China bis 2050 auf 78,7 Jahre verlängert werden, bei Männern auf 76,4 Jahre und bei Frauen auf 81 Jahre.
Im letzten Jahrhundert hat sich das Niveau der allgemeinen Bildung der Chinesen rapide gesteigert. Vergleicht man das Ergebnis der zweiten Volkszählung im Jahr 1964 mit dem der fünften Volkszählung im Jahr 2000, zeigt sich, dass der Anteil der Bevölkerung mit Hochschulbildung in dieser Zeit von 0,42% auf 3,61 % gestiegen ist, eine Zunahme um das 7,6fache, während der Anteil der Analphabeten und Halbanalphabeten von 45,61 % auf 6,72% verringert wurde. Der Index der allgemeinen Bildung (die durchschnittlichen Bildungsjahre der Gesamtbevölkerung) ist während dieser Zeit von 2,25 auf 6,81 gestiegen, eine Zunahme um 302,7%. Welche Entwicklungsperspektive zeichnet sich danach ab?
Wird das Tempo der Fortschritte seit der Einführung der Reform und Öffnung zur Grundlage genommen, dann wird der Anteil der Analphabeten von derzeit 6,72% auf 3,5% im Jahr 2010 zurückgehen. Die Zahl der Absolventen der Grundstufen der Mittelschulen, die die die Oberstufen der Mittelschulen besuchen werden, wird deutlich zunehmen und im Jahr 2010 70% betragen. In den Städten wird die Bildung in den Oberstufen der Mittelschulen in großem Maßstab durchgestzt werden. Auf dem Land werden mehr als 50% der Absolventen der Mittelschul-Grundstufe von den MittelschulÂOberstufen aufgenommen. Der Anteil derjenigen, die eine Hochschulbildung hinter sich bringen, wird von 3,61 % im Jahr 2000 auf 5,01 % im Jahr 2010 zunehmen. Daraus folgt, dass sich das Problem der in den Arbeitsprozess zu vermittelnden Bevölkerung mit geringer Qualität wesentlich verringert und der Prozess der Modernisierung und nachhaltigen Entwicklung beschleunigt wird.
3. Der Trend der Überalterung
Es zeigt sich, dass sich der Anteil der Menschen über 65 Jahre zwischen 2000 und 2010 um 1,3 Prozent, von 2010 bis 2020 um 3,4 Prozent, von 2020 bis 2030 um 4,2 Prozent und von 2030 bis 2040 um 5,6 Prozent erhöhen wird. Die Überalterung geht also immer schneller voran. Im Jahr 2050 dürfte der Anteil der Menschen über 65 Jahre 22,6% erreichen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung wird sich von heute 30 Jahren auf 43,7 Jahre erhöhen. Die Zeit für den Anstieg des Anteils der Menschen über 65 Jahre von 7% auf 17% beträgt in China nach den vorliegenden Berechnungen 40 Jahre, während sie in entwickelten Ländern 80 bis 100 Jahre dauerte. In der Mitte des 21. Jahrhunderts wird die Überalterung in China zwar niedriger als in den entwickelten Ländern sein, jedoch am höchsten unter den Entwicklungsländern.
4. Der Trend der Urbanisierung
Die Bevölkerung konzentriert sich weltweit immer mehr in den Städten, ein Trend, der auch in China zu beobachten ist. Als die Volksrepublik China 1949 gegründet wurde, machte die städtische Bevölkerung nur 10,64% aus. Seit den 50er Jahren und insbesondere seit Beginn der Einführung der Reform und Öffnung Ende der 70er Jahre nimmt die Verstädterung rasch zu. In den 80er Jahren stieg der Anteil der städtischen Bevölkerung jährlich im Durchschnitt um 0,73% und in den 90er Jahren um 0,91 %.
Dieses Tempo wird in nächster Zeit voraussichtlich beibehalten. Nach einer Schätzung der UNO wird die städtische Bevölkerung Chinas bis 2010 auf 578 Millionen, bis 2020 auf 712 Millionen und bis 2030 auf 884 Millionen steigen, was jeweils 42,3%, 49,1 % und 59,1 % der Gesamtbevölkerung ausmachen würde. Das entspräche ungefähr dem Weltdurchschnitt der jeweiligen Zeit.
5. Stabilität der regionalen Bevölkerungsverteilung
China hat ein ausgedehntes Territorium und eine große Bevölkerung, die jedoch regional sehr ungleichmäßig verteilt ist. Schon im Jahr 1935 stellte Bevölkerungsgeograph Hu Huanyong die sogenannte Ai-TengÂMarkierungslinie für die Bevölkerungverteilung vor: Zwischen Aihui (heute ein Teil der Stadt Heihe) in der Provinz Heilongjiang in Nordostchina und Tengchong (heute die Stadt Tengchong) in der Provinz Yunann in Südwestchina zog er eine virtuelle Linie.
Die Fläche westlich dieser Linie beträgt 52% der Gesamtfläche Chinas, auf der damals aber nur 5% der gesamten Bevölkerung lebten, während die Fläche östlich dieser Linie 48% der Gesamtfläche ausmacht, auf der 95% der Bevölkerung lebten, die sich wiederum vorallem in Südostchina konzentrierten.
Im 20. Jahrhundert blieb das Gefüge der Bevölkerungsverteilung mit dieser geographischen Markierungslinie im Großen und Ganzen unverändert, und auch im 21. Jahrhundert ist großer Wandel diesbezüglich nicht zu erwarten.
Dies ist bedingt durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren wie der geologischen Struktur, der Bodenbeschaffenheit, der Erdoberflächengestalt und des Klimas.
























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