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Wuyuan
Wuyuan ist ein alter Kreis mit einer langen Geschichte.
Wuyuan (chinesisch: 婺源) liegt an der von Touristen geschätzten Route Huangshan - Jingdezhen - Lushan (chinesisch: 黄山 - 景德鎮 - 庐山) der chinesischen Provinz Jiangxi (chinesisch: 江西). Der gesamte Kreis verfügt über eine Waldfläche von 2.400 Quadratkilometer, d.h. 82 % des Gebietes sind mit Wald bedeckt.
Wuyuan, wie ein großer Park, hat an jeder Stelle atemberaubende Landschaftspunkte, und deshalb heißt der Ort in China auch "das letzte noch erhaltene Shangri-la". Im Frühling kommen Besucher, um die Baumblüte zu sehen, im Herbst, um die Pracht der bunten Blätter zu bewundern. In Wuyuan liegen viele gut erhaltene Dörfer aus alter Zeit, Jiangwan, Likeng, Wangkou, Sixi oder Likeng, inmitten bewaldeter Berg-und Flußlandschaften. Ihre Mauern, ihre geschwungenen Dächer und ihre schwarzen Ziegel fügen sich harmonisch in die Landschaft und strahlen Ruhe aus. Die kleinen Brücken, die Pflasterstraßen und die Terrassenfelder lassen den Besucher meinen, er befinde sich in einem alten chinesischen Gemälde.
Doch Wuyuan hat nicht nur eine prachtvolle Landschaft zu bieten. Wuyuan war immer ein Ort der Gelehrsamkeit. Viele bedeutende Namen sind aus Wuyuan hervorgegangen. Von der Song- bis zur Qing-Zeit kamen rund 2.665 Beamte, darunter 550 hohe Beamte, aus Wuyuan. In alter Zeit sagte man: "Neun Mitglieder einer Wuyuan-Familie legten die kaiserlichen Examina ab, und vier der sechs kaiserlichen Minister haben hier studiert." Literaten und Gelehrte aus Wuyuan schufen mehr als 3.100 Werke. Und allein 172 davon wurden in das literarische Kompendium Si ku quan shu ("Die vier Zweige der Literatur") aus dem 18. Jahrhundert aufgenommen. Aus Wuyuan stammten ebenfalls viele bekannten Persönlichkeiten, wie der Dichter und Schriftsteller Zhu Bian, der Philosoph und Pädagoge des Neokonfuzianismus Zhu Xi, der Siegelschnitzer der Ming-Zeit He Zhen, der Sutra-Experte der Qing-Zeit Jiang Yong, der Wissenschaftler Qi Yanhuai, der "Vater der Eisenbahn" Zhan Tianyou, der Medizinforscher der Neuzeit Cheng Menxue.
Es sind vier Dinge, für die Wuyuan berühmt ist: einmal die "Vier aus alter Zeit". Das sind die alten Dörfer, die alten Höhlen, die alten Bauwerke und die alte Kultur. Ferner die "Vier Farben", das sind Rot, Grün, Weiß und Schwarz, die für die vier einheimischen Besonderheiten stehen. Das Rot ist der Karpfen, der nicht nur gut schmeckt und stets bei Staatsbanketten serviert wird, sondern er dient auch als Heilmittel und wird wegen seiner Schönheit gern in Teichen gehalten. Grün steht für den grünen Tee Wuyuans, der wegen seiner klaren Farbe und seinem Duft geschätzt wird. Schwarz steht für den Longwei (Drachenschwanz) Tuschstein, der besonders geschätzt wird, weil er, wenn man ihn anschlägt "wie Kupfer klingt, die Farbe von Eisen hat, eine harte, aber seidige Oberfläche hat und sich hervorragend für die Herstellung von Tinte eignet". Weiß schließlich steht für Jiangwan, eine Birnenart (lentinus melo), die sog. Schneebirne, die besonders groß und süß ist. Wuyuan ist ferner für sein Kunsthandwerk bekannt, den Jialu, einen kunstvoll gemachten Schirm, Bambusflechtwerk, Stickereien, Holzschnitzereien, für den Qinghuawu-Schnaps, für getrocknete Bambussprossen und andere Gemüse, für spezielle Fischgerichte, Shitake-Pilze, alles dies beliebte Mitbringsel.
Wuyuan hat auch einiges Folkloristisches zu bieten. Die örtliche Huizhou-Oper soll die Pekingoper beeinflußt haben; der Nuo-Tanz soll auf archaische Zeiten zurückgehen, Taige-Theater, vor allem in Jialu gepflegt, gilt als einmalig in ganz China, und die Teezeremonie wird hier auf spezielle Weise zelebriert.


























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