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Die Terrassenfelder in Yuanyang
Auch heute noch bilden die Terrassenfelder die Lebensgrundlage der Hani in Yuanyang.
Der Kreis Yuanyang liegt im Süden der Provinz Yunnan (chinesisch: 云南), am Südufer des Honghe Flusses (chinesisch: 红河). Yuanyang (chinesisch: 元阳县) ist gebirgig. Und da es keine ebenen Flächen gibt, hat man die Felder terrassenförmig angelegt, und diese Terrassenfelder sind ein Wahrzeichen Yuanyangs. Ebenso wie die üppigen Wolken, die die Berggipfel umgeben. Die "himmlischen Terrassenfelder" bedecken mehr als 24.000 Hektar der Berghänge. Yuanyang hat viele touristische Attraktionen, und vor allem diese Terrassenfelder gehören zum Weltkulturerbe.
Die Hani (chinesisch: 哈尼族) wanderten zum Ende der Sui- und zu Beginn der Tang-Zeit in diese Gegend am Honghe und begannen, das Land urbar zu machen, indem sie die Reisfelder terrassenförmig anlegten. In den nachfolgenden 1200 Jahren haben sie in allen umliegenden Berghängen diese Terrassen immer weiter ausgebaut und geschickt verzweigte Wasserkanäle angelegt, in denen sich das Regenwasser und die zahlreichen Bäche und Rinnsale von den Berggipfeln sammeln konnten. Die Umrisse der Felder folgen jeweils dem natürlichen Verlauf des Berghangs, und das ausgeklügelte Kanalsystem sorgt für gleichmäßige Bewässerung, indem es sich zunutze macht, daß das Wasser das ganze Jahr über und stetig nach unten fließt. So ist schon vor Jahrhunderten ein perfektes ökologisches System entstanden, indem die vorhandenen landschaftlichen Gegebenheiten genutzt wurden.
Im 14. Jahrhundert breitete sich diese landwirtschaftliche Technik der Bewirtschaftung von Berghängen in ganz China und Südostasien aus. Doch die Hani gingen noch einen Schritt weiter: sie verwandelten weite Gebiete des Ailao-Gebirges in eine monumentale Landschaftsskulptur. Ein Kaiser der Ming-Zeit war so beeindruckt, daß er die Hani "Bildhauer der Berge" nannte. Ein Beiname, der auch heute noch gern verwendet wird.
Auch heute noch bilden die Terrassenfelder die Lebensgrundlage der Hani in Yuanyang. Und ihre Bräuche spiegeln diese Lebensweise wider. Die Terrassen an den Berghängen gleichen riesigen Treppen, die direkt hinauf zum Himmel zu führen scheinen. Doch wenn Nebel über den Feldern liegt, meint man, man könne zu den Wolken hinaufklettern. Diese Landschaft ist majestätisch und mysteriös zugleich.
Im Kreis Yuangyang leben sieben Völker, die Hani, Yi, Dai, Miao, Yao, Zhuang und Han und teilen die gleichen Sitten und Gebräuche. Sie feiern gemeinsam ihre traditionellen Feste wie das Drachenbankett (Chang long yan) und das Neujahrsfest der Hani (Shi yue nian) im Oktober, das Fackelfest der Yi oder das Blumentanzfest der Miao.
Die Terrassenfelder von Yuanyang der Hani sind das Ergebnis einer Jahrhunderte langen Kultivierung einer unwegsamen Landschaft. Und so sind sie ein Symbol für ein harmonisches Zusammenleben vieler Völker mit der Natur.


























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